Bürgermeisterwahl

Jeder Vierte wählt den Bürgermeister in Hattingen per Post

Bei der Stichwahl am Sonntag bewerben sich Frank Mielke (links) und Dirk Glaser um das Amt des Bürgermeisters.

Bei der Stichwahl am Sonntag bewerben sich Frank Mielke (links) und Dirk Glaser um das Amt des Bürgermeisters.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Die Zahl der Briefwähler steigt weiter. 11.526 Hattinger haben die Unterlagen für die Bürgermeisterwahl angefordert. Wann das Ergebnis vorliegt.

11.526 Hattingerinnen und Hattinger wollen sich bei der Bürgermeister-Stichwahl am Sonntag den Gang ins Wahllokal sparen. Damit haben sich im Vergleich zum ersten Wahlgang am 13. September noch einmal 140 Wahlberechtigte mehr für die Briefwahl entschieden.

Ob auch wirklich alle ihre Umschläge einwerfen, wird man sehen. „Erfahrungsgemäß kommen viele Briefwahlunterlagen noch am Samstag und Sonntag bei uns an“, sagt Barbara Vogelwiesche, Leiterin des städtischen Fachbereichs Ratsangelegenheiten, Wahlen und Logistik.

Sie betont noch einmal, dass doppelte Stimmabgaben nicht möglich sind. „Das ist technisch absolut ausgeschlossen“, sagt Vogelwiesche mit Blick auf einen WAZ-Bericht vom Freitag. Darin ging es um Verwirrung, die Aussagen von Mitarbeiterinnen der Stadt bei Wählern ausgelöst hatten.

„Wir hängen am selben Briefverteilzentrum“

Ein Problem liege darin, dass die Zeit zwischen erstem und zweitem Wahlgang mit vierzehn Tagen extrem kurz sei. „Drei Wochen wären besser“, wünscht sich die Fachbereichsleiterin. Die schon froh ist, dass nicht auch in Essen noch eine Stichwahl stattfindet. „Wir hängen am selben Briefverteilzentrum, da wäre alles zeitlich noch knapper geworden.“

Entspannter als vor zwei Wochen dürfte sich das Auszählen der Stimmen am Sonntagabend gestalten. Da hatten sechs Wahlen mit jeweils mehreren Kandidaten und Parteien angestanden.

Ergebnis wird gegen 19.30 Uhr erwartet

Jetzt ist es lediglich ein Stimmzettel mit zwei Bewerbern. „Das ist natürlich viel überschaubarer. Wir rechnen mit einem Ergebnis gegen 19.30 Uhr“, sagt Barbara Vogelwiesche.

Wie schon vor vierzehn Tagen gilt: Wer am Sonntag den Gang ins Wahllokal antritt, muss mit Blick auf die Corona-Pandemie mehrere Aspekte berücksichtigen. In den Räumen muss eine Mund- und Nasenbedeckung getragen werden.

Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten.

Jeder ist darüber hinaus aufgerufen, die Husten- wie Nies-Etikette zu beachten und auf die Handhygiene zu achten. Desinfektionsmittel stehen bereit. Aus Hygienegründen werden die Bürgerinnen und Bürger dennoch gebeten, ihren eigenen Kugelschreiber zur Wahl mitzubringen.

Die Zahl der Wahllokale wurde von 51 auf 26 reduziert

„Wer Erkältungssymptome oder Fieber hat, sollte nicht ins Wahllokal kommen“, betont Vogelwiesche. Wer plötzlich erkrankt, kann sich telefonisch im Wahlbüro unter der Nummer 204-3241 melden und eine vertraute und gesunde Person zum Abholen der Briefwahlunterlagen bevollmächtigen. Die können ausgefüllt noch bis 15 Uhr in jedem Wahllokal abgegeben werden und bis 16 Uhr im Rathaus.

Den Weg zum Wahllokal müssten die Hattingerinnen und Hattinger von der Stimmabgabe am 13. September noch gut kennen. Da hatten sich viele neu orientieren müssen. Weil die Zahl der Wahllokale von 51 auf 26 reduziert wurde, könnte rund die Hälfte aller 45.220 Wahlberechtigten nicht im gewohnten Gebäude wählen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben