Session Possible

In Hattingen trifft Knight Rider auf Justin Timberlake

Bei der Session Possible im Henrichs in Hattingen darf auch das Publikum spontan sein: Sänger Worthy Davis fordert einen Besucher zum Mitsingen auf.

Bei der Session Possible im Henrichs in Hattingen darf auch das Publikum spontan sein: Sänger Worthy Davis fordert einen Besucher zum Mitsingen auf.

Foto: Bastian Haumann

Hattingen.   Die Session Possible in Hattingen lieferte eine abwechslungsreiche Musik-Mischung. Obwohl technisch nicht alles klappte, hatten alle Spaß.

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Von wegen Helau, Alaaf und falsche Nasen: Wolf Coderas Session Possible ist karnevalsfreie Zone. Dafür gibt’s bei der aktuellen Ausgabe der Konzertreihe wieder mal Musik vom Feinsten, volles Haus mit tollem Publikum und dem Mittedrin-Gefühl, der Wohnzimmer-Atmosphäre, die für die Sessions im Henrichs – mit der zu allen Seiten offenen Bühne als Zentrum – typisch ist. Völlig gleich, wo die Zuschauer stehen: Sie kommen ganz dicht ran.

Profimusiker um Wolf Codera

Auch für die Musiker selbst – und Codera hat echte Vollprofis um sich geschart – gibt es Vorteile durch das außergewöhnliche Bühnenarrangement. Sie haben sich stets im Blick, können sich abstimmen, zu Soli anstacheln und anfeuern. Und für die Rampensäue, für Sänger und Soloschlachten gibt es ein kleines Podest, rege genutzt.

Doch zurück zur Besetzung. Diesmal sind dabei: Freddi Lubitz, zuständig für die tiefen Töne am Bass und für den Gesang. Fatma Tazegül sowie Worthy Davis, zwei grandiose Sänger. Can Firat, der für den Rhythmus und mitreißende Schlagzeugsoli sorgt. Gitarrist und Sänger Stefan Weituschat. Soundtüftler Andreas Recktenwald an den Keyboards. Kathrin Herrmanns als Backgroundsängerin. Bei so vielen Musikern versprach der Abend schon vorab, abwechslungsreich zu werden. Versprechen gehalten.

Mit dabei ist natürlich auch Saxofonist Wolf Codera, Ideengeber der Session, der dieses Mal öfter zur Klarinette greift. Die Technik spielt nicht wie geplant mit, die Saxofone laufen nur mit einem Trick über die Anlage. Doch stört es niemanden.

Musiker mit allen Freiheiten

Das Repertoire der Musiker umfasst bekannte Songs. Bei „Ain’t Nobody“ von Chaka Khan reichen schon die ersten Noten, um zu wissen, was jetzt kommt. Aber – und das macht eine Session aus: Wenn Musiker mit allen Freiheiten auf einen Song losgelassen werden, kann etwas völlig neues draus entstehen. Das Basssolo von Freddi Lubitz über Timberlakes „Can’t Stop The Feeling“ beispielsweise lehnt sich während der ersten Takte an das Hauptthema von Knight Rider an, der kultigen Fernsehserie der 1980er-Jahre, bevor sich der Musiker richtig eingroovt und die Finger fliegen lässt.

Wolf Codera und Fatma Tazegül spannen dagegen den Bogen von Latin bis zum Orientalischen und wieder zurück. Billie Jean von Michael Jackson kommt gut an wie eh und je. Und Sänger Worthy Davis versucht zumindest, dem King of Pop tänzerisch Konkurrenz zu machen. Sehr unterhaltsam. „Es ist einfach dieses Spontane, was mir so gut gefällt“, sagt Tobias aus Bochum.

Die Termine der Session Possible 2018

Die nächsten Termine stehen fest. Immer gilt: Einlass um 18.30 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Die Termine: Ostermontag Special: 2. April. Montag, 28. Mai. Summer Open-Air Special: 20. August. 26. November. Christmas Special:27. Dezember.

Infos: www.henrichs-restaurant.de/wolf-coderas-session-possible.

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