Legehennen

Hühnerstall noch nicht genehmigt

Ein Stall für 24 000 Legehennen soll am Bergerweg 4 errichtet werden. Foto:DPA/Julian Stratenschulte

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Ein Stall für 24 000 Legehennen soll am Bergerweg 4 errichtet werden. Foto:DPA/Julian Stratenschulte Foto: picture alliance / dpa

Hattingen.   Für geplante Anlage mit 24 000 Hennen am Berger Weg fehlen noch Unterlagen zum Brandschutz. Die Stadt kann gegen Bau nichts unternehmen, hat aber Bedenken.

Der geplante Legehennenstall am Bergerweg 4 für 24 000 Tiere ist noch nicht in trockenen Tüchern. Das Genehmigungsverfahren liegt zwar beim Ennepe-Ruhr-Kreis, doch der benötigt für eine Entscheidung eine offizielle Stellungnahme der Stadt. Die steht laut Kreissprecher Ingo Niemann noch aus.

Der Grund dafür: Der Stadt selbst wiederum fehlen noch Unterlagen, um überhaupt eine Meinung äußern zu können, erklärt Petra Puhl, Leiterin des Fachbereichs Bauordnung und Baurecht. „Die Unterlagen müssen wir über den Kreis anfordern.“ Der wiederum den Antragssteller zur Einreichung auffordert. Aktuell, so Puhl, fehlten noch Unterlagen für das Thema Brandschutz. Sind die Dokumente dann da, müssen sie von der Fachstelle und in Kooperation mit der Hattinger Feuerwehr geprüft werden. „Es kann noch einige Wochen dauern, bis wir eine Stellungnahme abgeben“, stellt Puhl klar.

Tierschutz und Geruchsbelästigung

Wenn jedoch dann rechtlich alles seine Richtigkeit hat, kann die Stadt gegen den Bau nichts unternehmen — ob sie mag oder nicht. Der Beirat der Unteren Landschaftsbehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises ist bei dem Verfahren im Boot, weil bei einem Stall ab einer Größe von 15 000 Hühnern das Bundes-Immissionsschutzgesetz greift. Die Stadt ist nur am Planungsrecht beteiligt für den Stall auf dem Gelände des Hofes Schürmann, zu dem sich vier Futtersilos und eine Kotverladehalle sowie ein Konfiskat-, also Schlachtabfalllager, gesellen sollen. Das Genehmigungsverfahren läuft bereits seit zwei Jahren.

Im Stadtentwicklungsausschuss wurden auch Bedenken in der vorliegenden Beurteilung seitens der Verwaltung zur Kenntnis genommen: Der Stall sei vom Berger Hof aus einsehbar. Eine Dachbegrünung war vorgeschlagen worden. Unklar ist weiter, ob die Erschließung des abseits öffentlicher Straßen liegenden Grundstücks gesichert ist.

Bei einigen Politikern regt sich bereits Widerstand. Bedenken hinsichtlich Tierschutzes und der Geruchsbelästigung hegt Frank Staacken, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen. Und das Dach lasse sich nicht durch Begrünung kaschieren. Der touristischen Nutzung der Gegend widerspräche der Stall ebenfalls. Er will, wie berichtet, den Stall verhindern, eventuell mit Hilfe der Kreis-Grünen.

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