Feste

Hoffnung für Weihnachtsmarkt in Sprockhövel stirbt zuletzt

Obwohl coronabedingt immer mehr dagegen spricht, stehen die Planungen für einen Weihnachtsmarkt in Sprockhövel.

Obwohl coronabedingt immer mehr dagegen spricht, stehen die Planungen für einen Weihnachtsmarkt in Sprockhövel.

Foto: Biene Hagel / FUNKE Foto Services

Sprockhövel.  Stadtmarketing und WIS haben den Weihnachtsmarkt noch in Planung. Am Freitag gibt es den Lichterbummel in Niedersprockhövel.

Obwohl sich überall im Lande die die Absagen an Feste und Feiern mehren, mag Lutz Heuser nicht völlig von seinen Planungen lassen. Der Vorsitzende sowohl von der Wirtschaftlichen Interessengemeinschaft (WIS) und vom Marketing- und Verkehrsverein hat alles vorbereitet für den Lichterbummel am kommenden Freitag, und auch ein kleiner feiner Weihnachtsmarkt kann – sofern die Gefährdungslage es zulässt – jederzeit aus seiner Schublade gezaubert werden.

Viele Absagen für beliebte Feiern

Aber mehrheitlich haben Lutz Heuser und seine Mitstreiter in beiden Vereinen in den zurückliegenden Wochen Absagen rausschicken müssen, zuletzt für die Halloween-Radtour und den beliebten Martinszug. Zunächst also einmal der schon lange geplante Lichterbummel entlang der Hauptstraße. Die Geschäfte sollen bis 21 Uhr geöffnet haben, und überhaupt sind die Niedersprockhöveler Einzelhändler die wichtigen Akteure bei diesem Veranstaltungsformat. „Sie sind gehalten, in ihren Eingangsbereichen die flanierenden Gäste neugierig zu machen, sie sollen etwas anbieten“, beschreibt es Heuser. Er hatte bereits eine Band im Vertrag, die aber wegen Corona-Kontakt absagen musste. Nun sind die Händler gehalten, über Lautsprecher selbst für besinnliche Musik zu sorgen – nicht aufdringlich, eher zur Untermalung des Lichterbummels.

Akteure stehen in den Startlöchern

Sieht Heuser schwarz für einen Weihnachtsmarkt? „Eher dunkelgrau“, sagt er. Alle Beteiligten stünden in den Startlöchern, es sind auch zahlreiche gewerbliche Partner dabei. „Aber Sprockhövel ist ja keine Insel, um uns herum werden mittlerweile fast alle Planungen für Advents- und Weihnachtsmärkte begraben.“ Davor könne man nicht die Augen verschließen. Aber im Kalender der Stadt bleibe der Zeitraum vom 4. bis 13. Dezember dafür geblockt. Das kleine Format für Weihnachtsmärkte hält der Stadtmarketingchef übrigens für am aussichtsreichsten: „Anstelle von zentralen große Märkten sollten lieber viele kleinere veranstaltet werden, das senkt das Risiko, dass sich viele Besucher drängen“, meint er.

Ausstellung von Laternen

Heuser berichtet von vielen fleißigen Kindern in Kitas, wo zurzeit Laternen gebastelt werden. „Da ist es natürlich traurig, wenn die fertigen Produkte draußen nicht im Kerzenschein präsentiert werden können.“ Angedacht ist, die Laternen später in Ladenlokalen örtlicher Händler auszustellen, das sei aber noch nicht spruchreif. Es wäre eine Gemeinschaftsaktion denkbar von WIS, Werbering Haßlinghausen und Stadtmarketing.

Kleiner Zug im evangelischen Familienzentrum

Im Evangelischen Familienzentrum „Am Kindergarten“ hat man beim Thema Martinszug eine kleinere Alternativform gefunden. Der Umzug soll nur mit den Kindergartenkindern und dem Personal stattfinden, selbst Eltern und Geschwister sollen nicht dabei sein. Um keine Straße überqueren zu müssen, soll der Zug ausschließlich um das Gebäude des Familienzentrums stattfinden. Eröffnet wird der Sankt-Martins-Tag zuvor mit einem Frühstück.

Große Seniorenfeier fällt aus

Auch eine andere sehr beliebte Tradition muss der Corona-Pandemie geopfert werden. Die AWo Ennepe-Ruhr hat am Dienstag die alljährliche Senioren-Weihnachtsfeier in der Glückauf-Halle abgesagt. „Das tun wir zum Schutz von Gästen und den engagierten Helfenden“, schreibt die Awo.

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