Kemnader See

Hitzige Diskussionen beim Festival „Kemnade in Flammen“

Der Auftritt von „Hot Chocolate“ markierte am Sonntagabend den Höhepunkt des Volksfestes.

Der Auftritt von „Hot Chocolate“ markierte am Sonntagabend den Höhepunkt des Volksfestes.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Das Feuerwerk der Traditionsveranstaltung am Kemnader See ist in diesem Jahr von Sonntag auf Montag verlegt worden. Das gefällt nicht jedem.

Hitzige Diskussionen bei „Kemnade in Flammen“: Die Verlegung des Feuerwerks von Pfingstsonntag auf -montag stößt sowohl bei Händlern als auch Besuchern auf Kritik. „Dabei haben wir nur auf einen Wunsch der Schausteller reagiert“, entgegnet Frank Gerwers von der Veranstaltungsagentur „Ruhr Event“.

Vier Tage lief das Volksfest am Kemnader See. „Das Wetter spielt leider nicht so ganz mit“, sagt Frank Gerwers. Der Auftakt war mäßig besucht. Am Samstag füllten sich die Festwiesen am Hafen Oveney nach manchen Regengüssen erst am Abend, bevor gegen 23 Uhr das traditionelle Feuerwerk gezündet wurde.

Ältere Besucher schwelgten in Erinnerungen

Am Sonntag lief die Party schon früh zu gewohnter Form auf. Bei sommerlichen Temperaturen vergnügten sich Tausende Besucher auf der Kirmes, umlagerten die Imbiss- und Streetfood-Stände und schlenderten über den Trödelmarkt.

Höhepunkt des Bühnenprogramms: „Hot Chocolate“. Nicht, wie vor einem Jahr, mit Greg Bannis, der erst in den 90er Jahren zur Band gestoßen war. Sondern mit den drei Originalmitgliedern Harvey Hinsley, Patrick Olive und Tony Connor, die den unverwechselbaren Sound von „Hot Chocolate“ in den 70er Jahren mit dem 2015 verstorbenen Frontmann Errol Brown geprägt haben und bis heute famos intonieren. Von „Brother Louie“ bis „You Sexy Thing“: Gerade die älteren Besucher schwelgten in Erinnerungen.

Die Änderung war wohl bedacht

Misstöne löste das Feuerwerk aus. Dabei war die Änderung wohl bedacht. Der Sonntag gilt als Selbstläufer. Anders als der Pfingstmontag, der zuletzt zum Abend hin schwächelte. Naheliegend, mit dem zweiten Fest-Feuerwerk vom Sonntag- auf den Montagabend zu wechseln. Der Wunsch sei von zahlreichen der 82 Händler und Schausteller an den Veranstalter herangetragen worden, berichtet Frank Gerwers. „Wir haben reagiert und jetzt ein Abschlussfeuerwerk, so wie bei anderen Festen auch. Doch offenbar kann man es nicht jedem recht machen“, staunt Gerwers über die Proteste. Am neuen Konzept wurde gleichwohl festgehalten. Ob es 2020 dabei bleibt, „muss noch besprochen werden“.

Kein großes Thema mehr ist die Sicherheitsgebühr. Zwei Euro werden seit 2017 kassiert. „Das ist okay. Früher machten Hunderte betrunkene Jugendliche Zoff. Jetzt ist alles friedlich“, sagt Kevin Meinhardt (34), der mit seiner Familie das Volksfest besuchte. Schwierigkeiten bereiteten andere, ungebetene „Festbesucher“. Mehrere Bäume in einem Biergarten sind von Eichenprozessionsspinnern befallen. Der Bereich wurde abgesperrt, der Biergarten halbiert.

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