Heimatverein

Heimatverein sichert Überreste der Prasse-Skulptur

Nur ein Karton mit ein paar alten Teilen ist von der Prasse-Skulptur geblieben, der Rost die Standsicherheit geraubt hat. ​  

Nur ein Karton mit ein paar alten Teilen ist von der Prasse-Skulptur geblieben, der Rost die Standsicherheit geraubt hat. ​  

Foto: Lars Friedrich

Hattingen.   Die großen Teile landeten offensichtlich beim Schrotthändler. Die restlichen acht Kleinteile bereitet Lars Friedrich für Museumsbesucher auf.

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Die Skulptur war mal mehrere Meter hoch. Was von Karl Prasses Werk „Durchdringung III“ übrig geblieben ist, passt jetzt in einen Karton. Lars Friedrich, Vorsitzender des Heimatvereins, hat gesichert, „was ich noch so gefunden habe“. Die acht Metallstücke sollen der Öffentlichkeit so schnell wie möglich im Museum im Bügeleisenhaus zugänglich gemacht werden.

Viel sei es nicht mehr, bedauert Lars Friedrich, was vom Stahlobjekt des Duisburger Künstlers geblieben ist. „Vermutlich war vorher der Klüngelskerl da.“ Seit Februar 1969 stand die Skulptur in der Wohnsiedlung in der Straße Reschop. Sie war, von Rost zernagt, eingezäunt worden, weil sie nicht mehr standsicher war. Wie berichtet, hatte laut LEG keines der kontaktierten Museen Interesse an dem Kunstwerk.

Überreste lagern in einem Karton

Nachdem die großen Teile offensichtlich beim Schrotthändler gelandet sind, lagern beim Heimatverein die Überreste – derzeit noch im Magazin, in einem Karton. Lars Friedrich will noch für einen Begleittext und Bebilderung zur Erläuterung sorgen.

Der Vorsitzende des Heimatvereins würde sich freuen, wenn sich mehr Menschen Gedanken über den Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum machen und einen Hinweis geben würden, ehe Werke sich in einem derart desolaten Zustand befinden wie die „Durchdringung III“. Erst voriges Wochenende hat Lars Friedrich Ärzte durch die Stadt geführt und ihnen Kunst im öffentlichen Raum gezeigt. Er hat auch Verständnis dafür, dass nicht alles „auf Teufel komm raus“ erhalten werden kann, was zu Zeiten entstanden ist, als noch mehr Geld vorhanden war.

Die Ära der Prasse-Skulptur ist jedenfalls abgelaufen. Was derzeit nur „ein Karton mit ein paar alten Teilen“ ist, soll wenigstens aufbereitet werden für Museumsbesucher.

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