Bügeleisenhaus

Heimat von unten kennenlernen

Lars Friedrich, Vorsitzender des Heimatvereins.

Lars Friedrich, Vorsitzender des Heimatvereins.

Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler

Hattingen.  Um „Hattingen untertage“ geht es in der zentralen Ausstellung des Jahres 2015 des Heimatvereins Hattingen Ruhr im Bügeleisenhaus. Spieletest an der Konsole inbegriffen.

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Noch stehen zwölf Öffnungstage auf dem Programm 2014 des Museums im Bügeleisenhaus. Und das mit einer breiten Palette an Angeboten – vom Origami-Workshop am kommenden Samstag, 8. November, um 16 Uhr bis zur Barbarafeier am Donnerstag, 4. Dezember, um 19 Uhr; vom Aktionstag zur Erinnerung an die 1896 im Zweiten Weltkrieg getöteten Hattinger mit 1896 weißen Fähnchen im Schulenbergwald am Sonntag, 16. November, bis zu vier Märchenstunden im Brunnenraum des Museums mit Froschkönig und Frau Holle (30. November, 7./14./21. Dezember jeweils im 16 Uhr. Es ist also noch viel los in Hattingens Wahrzeichen am Haldenplatz. Lars Friedrich (48) aber zieht schon einmal Bilanz fürs laufende Jahr.

„Sehr zufrieden“ ist der Vorsitzende des Heimatvereins mit der Resonanz auf das Programm im Jahr 2014. Mit 1130 Museumsbesuchern und 551 Veranstaltungsgästen liegt der Erfolg des laufenden Jahres zwar knapp unter dem Vorjahresrekord mit insgesamt 2108 Besuchern. „Das nunmehr anhaltend positive Echo sehen wir allerdings als klare Bestätigung unserer Arbeit“, sagt Friedrich.

Und sieht in der breiten Aufstellung der Angebote den eigentlichen Magneten für die Zugkraft. Museumsführungen für Schulklassen und fünf Hattinger Schnadegänge, Sagenlesungen und Aktionen wie das Putzen der „Stolpersteine“ hätten das zentrale Ausstellungsthema 2014 ebenso bunt wie heimatnah ergänzt, meint Lars Friedrich.

Nun also wird man bald Abschied nehmen vom Jahresthema „Schätze“ und sich dem nächsten nähern. Dazu geht es unter die Erde. Denn „Hattingen untertage“ heißt es dann im Jahr 2015.

Bergbau, Luftschutz und Versorgung

Um Bergbau, Luftschutz und Versorgung geht es in der Sonder­ausstellung im Museum im Bügeleisenhaus vom 25. April bis 6. Dezember kommenden Jahres. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Hattingen im Förderverein Bergbauhistorische Stätten Ruhrrevier, dem Bergbau- und Grubenarchäologischen Verein Ruhr und dem ­Studienkreis Bochumer Bunker e.V. hat der Heimatverein ein wirklich unterirdisches Programm zusammengestellt. Viele haben Hattingen als Bergbau-Stadt gar nicht mehr auf dem Schirm. Die Ausstellung ­erhellt, was vom Bergbau geblieben ist.

Auch spielerisch kommt das ­Thema daher. Ermutigt vom Erfolg bei den „Schätzen“ 2014, bereitet das Team des Videospielarchivs im nächsten Jahr das Thema Bergbau in Konsolespielen auf – und lädt natürlich einmal mehr zum Spieletest ein. Gewandert wird 2015 auch wieder. „Auf den Wegen der Kohle“ bewegen sich fünf Etappen im Hattinger Stadtgebiet.

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