Literatur

Hattingerinnen erfinden neuen Serienmörder: den „Schleicher“

Nadine d´Arachart (32, l.) und Sarah Wedler (31), Autorinnen aus Hattingen, halten ihren dritten Daria-Storm-Thriller in Händen: „Der Schleicher". Das Buch erscheint am 14. November im Handel.

Foto: Volker Speckenwirth

Nadine d´Arachart (32, l.) und Sarah Wedler (31), Autorinnen aus Hattingen, halten ihren dritten Daria-Storm-Thriller in Händen: „Der Schleicher". Das Buch erscheint am 14. November im Handel. Foto: Volker Speckenwirth

Hattingen.   Die Hattingerinnen Nadine d’Arachart und Sarah Wedler haben Teil drei ihrer Daria-Storm-Thriller-Reihe fertig. „Der Schleicher“ spielt auf Usedom.

Ihre Masterarbeit in Sozialwissenschaft über Antifeminismus in den Medien haben sie bereits im Frühjahr fertiggestellt, ihren Lebensunterhalt verdienen wollen die beiden Hattingerinnen Nadine d’Arachart (32) und Sarah Wedler (31) aber weiterhin lieber mit dem Schreiben von Büchern. In ihrem neuesten Werk „Der Schleicher“, dem dritten Teil der Thriller-Reihe um die junge Berliner Kommissarin Daria Storm, macht diese dabei erneut Jagd auf einen bizarren Serienmörder – diesmal auf Usedom.

Ein Mann verstümmelt sich selbst im Drogenwahn. Eine Frau verbrennt in einer Kühlkammer. Immer mehr bizarre Todesfälle häufen sich in ganz Deutschland. Im Internet wird längst spekuliert, dass hinter all’ diesen wie Unfälle anmutenden Ereignissen ein Serienmörder steckt: der Schleicher. Daria Storm und ihr Team werden auf ihn angesetzt . . .

Nichts für schwache Nerven

Aus der Bundeshauptstadt nach Usedom abordnen lassen Nadine d’Arachart und Sarah Wedler für diesen spektakulären Fall die taffe Mord-Ermittlerin Daria Storm, der die zwei Hattingerinnen in gewisser Weise vorausgeeilt sind: So haben sie für den Thriller „Der Schleicher“, dessen Plot ihnen Anfang vergangenen Jahres auf der Rückfahrt von der Leipziger Buchmesse einfiel, persönlich auf Usedom recherchiert, unter anderem in der verlassenen Ruine eines alten Waisenheimes.

Nichts für schwache Nerven sei ihr neuer Roman, betonen die Freundinnen Nadine d’Arachart und Sarah Wedler, die bereits seit ihrem zwölften Lebensjahr zusammenarbeiten und für ihre literarischen Werke bereits mehrere Auszeichnungen erhielten. Und die ihre Leser stets hautnah am Katz-und-Maus-Spiel ihrer Mörder mit der Polizei teilhaben lassen. „Wir mögen es, uns in die Gedankenwelt der Täter einzufühlen, ihnen quasi über die Schulter zu sehen“, gesteht Sarah Wedler. „Klar beschreiben wir die Morde dann so, dass die Leser gefühlt hautnah dabei sind. Gerade darin liegt ja der Reiz.“ Und Nadine d’Arachart fügt hinzu: „Wenn uns jemand sagt, dass er wegen unseres Buches nicht schlafen konnte, dann ist das irgendwie schon ein Kompliment.“

Und wer weiß, dass der „Schinder“, Auftakt-Thriller ihrer Daria-Storm-Reihe, seinen Opfern bei lebendigem Leib die Haut abzog und der „Scharfrichter“ mittelalterliche Mordmethoden bevorzugte und an seinen Tatorten gern Rätsel für die Ermittler hinterließ, sollte sich auch beim „Schleicher“ auf einiges gefasst machen. Nicht nur auf ein erneutes Wiedersehen mit dem „Schinder“, übrigens die Lieblingsfigur d’Aracharts; und vieler Leserinnen der Reihe um Daria Storm.

Die Kommissarin übrigens, verraten Nadine d’Arachart und Sarah Wedler, tüftele in den Gedanken der beiden Autorinnen bereits an ihrem vierten Fall, der unter anderem in Hamburg spielt. Über ihn soll dann Ende 2018 zu lesen sein.

>>> THRILLER-ATMOSPHÄRE IM PLANETARIUM

Der im Telescope-Verlag verlegte Thriller „Der Schleicher“ von Nadine d’Arachart und Sarah Wedler erscheint am 14. November (280 Seiten; 9,99 Euro, als E-Book 8,99 Euro;
ISBN 978-3-95915-033-0).

Am selben Tag findet die Premieren-Lesung der Autorinnen aus dem „Schleicher“ statt – ab 20 Uhr im Planetarium Bochum, Castroper Straße 67. Karten: www.planetarium-bochum.de

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