REVUE

Hattinger zeigen Szenen aus 100 Jahren Schulgeschichte

Viel Beifall gab es für die Revue von Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Holthausen zum 100-jährigen Bestehen  der Schule. 

Viel Beifall gab es für die Revue von Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Holthausen zum 100-jährigen Bestehen der Schule. 

Foto: Barbara Zabka

Hattingen.   Schüler des Gymnasiums Holthausen präsentieren eine spritzige Revue, die bei den Szenen, als auch bei der Auswahl der Songs den Zeitgeist trifft

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Was bei einem Referat so alles herauskommen kann, zeigten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Holthausen am Dienstagabend in einer spritzigen Revue zum 100-jährigen Bestehen ihrer Schule.

Das Referat zur Schulgeschichte wird zu einer musikalisch-szenischen Zeitreise durch die letzten 100 Jahre. Felix Brensel, Louisa Gries und Ida Sophie Jensen führen mit ihrer launig-humorvollen Moderation durch das Programm, die Leitung des Abends liegt bei den Lehrern Elisabeth Schermuly, Judith Riechert und Tanja Grix.

„Lehrer“ kommentieren das Geschehen

„Die Idee zu diesem ,Life-Referat’ kam von Ozan Kara, der auch einen der beiden Lehrer gespielt hat, die von ihrer Loge aus das Geschehen kommentieren“, sagt Elisabeth Schermuly. „Die einzelnen Szenen haben wir über Improvisation entwickelt. Wir haben uns Songs angehört und uns gefragt: Welche Stimmung hat das? Welche Szenen fallen euch dazu ein? Was uns dann gefallen hat, haben wir schriftlich festgehalten.“

Für das Großprojekt mit über 200 Mitwirkenden auf und hinter der Bühne haben nicht nur drei Literaturkurse, Chor und Orchester, die Funk Band und die Technik AG mitgemacht, sondern auch viele Ehemalige des Gymnasiums Holthausen. Die Grundidee hatte Ilona Reinhardt, die Leiterin des für Bühne und Kostüm zuständigen Literaturkurses. „Das Ganze ist im Stil der Muppet Show gedacht“, verrät Elisabeth Schermuly. „Zwei Lehrer geben zu allem ihren Senf dazu – und zwar ein bisschen mäkelig.“

Videoinstallationen als Hintergrund

Dabei gibt es gar nichts zu bemängeln bei dieser witzigen Revue, die sowohl bei den Szenen, als auch bei der Auswahl der Songs immer genau den Zeitgeist trifft. Die Frauenemanzipation der 1920er-Jahre kommt da zur Sprache, in den 1930ern traut sich Hans alias Leo Burghardt etwas zu Gene Kellys „Singing in the rain“, in den 1950ern wollen Mädchen Abitur machen.

Die 1960er konfrontieren die Schülerinnen des bisherigen Mädchengymnasiums mit der Koedukation. Videoinstallationen mit Fotos und Dias aus der Schulgeschichte bilden den Hintergrund, vor dem die Zeitreise immer wieder Halt macht und in die Episoden der jugendlichen Akteure hineinzoomt.

Szenen beleuchten die Jugendkultur

Szenen auf dem Schulhof beleuchten die Jugendkultur, damals geprägt durch Schlager auf der einen und Beatles und Rolling Stones auf der anderen Seite. Liebeskummer in den 1970ern besingt Julia Pielorz, Annika Brass begeistert mit ihrer wundervoll aufblühenden Stimme in ihrer visionären Interpretation von Judy Garlands „Over the rainbow“ in den friedensbewegten 1980ern. Die Jugendkultur der 1990er und das Harry Potter-Fieber der Jahrtausendwende runden dieses fulminante Panorama ab.

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