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Hattinger Trio entwickelt Tornisterwaage für Jugend forscht

Ausgezeichnete Jungforscher:  Für Entwicklung, Bau und Erprobung ihrer Tornisterwaage wurden (v. li.) Isabel Miller, Benedikt Brauksiepe und Nico Rose bei „Jugend forscht“ mit einem ersten Preis und einem Sonderpreis belohnt.

Foto: Fischer

Ausgezeichnete Jungforscher: Für Entwicklung, Bau und Erprobung ihrer Tornisterwaage wurden (v. li.) Isabel Miller, Benedikt Brauksiepe und Nico Rose bei „Jugend forscht“ mit einem ersten Preis und einem Sonderpreis belohnt. Foto: Fischer

Hattingen.   Isabel Miller, Benedikt Brauksiepe und Nico Rose gewannen den Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“. Ihre Idee: Sind Schulranzen zu schwer?

Erst planten sie, ein ferngesteuertes Auto zu entwickeln, später ein Blutzuckermessgerät. Schließlich aber entschieden sich Isabel Miller, Benedikt Brauksiepe und Nico Rose (alle 10) dafür, eine Tornisterwaage zu entwickeln. Ein Projekt, mit dem die drei Hattinger Schüler beim Regionalwettwerk „Jugend forscht“ in der Kategorie „Schüler experimentieren – Arbeitswelt“ jüngst den ersten Platz belegten. Und einen Sonderpreis in der Sparte Gesundheit noch dazu.

Isabell, Benedikt und Nico, die heute das Gymnasium Waldstraße beziehungsweise die Gesamtschule in Welper besuchen, hatten noch als Viertklässler der Weiltorgrundschule die Idee zum nun ausgezeichneten und mit insgesamt 150 Euro prämierten Projekt, als Teilnehmer an der Forscher-AG von Mariella von der Burg. „Einige Freunde von uns“, erinnert sich Nico, „hatten damals Rückenprobleme, gingen zur Physiotherapie. Wir haben uns dann gedacht, dass Rückenschmerzen bei Schülern vielleicht etwas mit dem Tornistergewicht zu tun haben könnten.“

Ranzen im Verhältnis zum Körpergewicht

Um herauszufinden, ob diese These stimmt und manche Ranzen im Verhältnis zum Körpergewicht des jeweiligen Schülers tatsächlich zu schwer sind, konzipieren und bauten Isabel, Benedikt und Nico darauf ihre Tornisterwaage – nach Art einer klassischen Kaufmannswaage. Am Haken am einen Ende eines Balkens kann ein Tornister aufgehängt, am anderen Ende an einem Stab können Hantelscheiben aufgesteckt werden. Nicos Papa unterstützte die drei Jungforscher beim Materialkauf im Baumarkt und beim Zusammenbau.

Alsbald hatte ihre Erfindung ihren ersten Einsatz – unter den letztjährigen Viertklässlern der Weiltorgrundschule. Die stellten Isabel, Benedikt und Nico auf eine Personenwaage, wogen erst dann das Gewicht ihrer Ranzen per Tornisterwaage. Sobald dieses zehn Prozent des jeweiligen Körpergewichts – entsprechend einer alten Empfehlung der Schulranzen-Norm – überschritt, wurde eine Warnsirene ausgelöst.

Ein Ranzen wog über sieben Kilo

Und die Warnsirene ertönte oft: Insgesamt 32 der 57 früheren Viertklässler trugen zu schwere Tornister. Noch erschreckender war das Ergebnis unter den Fünftklässlern des Gymnasiums Waldstraße, wo das Forscherprojekt mit Hilfe von Tina Fischer, Biologielehrerin von Isabel und Benedikt, nach einer Ruhephase weiter vorangetrieben wurde. Hier hatten von 96 Schülern 91 einen zu schweren Tornister, „Ein Schüler“, so Benedikt und Isabel, „schleppte über sieben Kilo mit sich rum.“ Was bedeutete: Sein Ranzen war mehr als doppelt so schwer wie empfohlen.

Ob sich durch ihr Forscherprojekt daran etwas geändert hat? Sie überlegten jetzt schon genauer, sagen Isabel, Benedikt und Nico unisono, welche Materialien im Tornister sie tatsächlich benötigten.

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