Politik

Hattinger SPD sieht die „GroKo“ weiterhin skeptisch

Gerhard Nörenberg, CDU Hattingen.

Foto: Volker Speckenwirth

Gerhard Nörenberg, CDU Hattingen. Foto: Volker Speckenwirth

Hattingen.  Stadtverbandsvorstand der Sozialdemokraten tagt Montag. CDU-Chef Nörenberg ist zufrieden mit den Ergebnissen der Sondierungsgespräche.

Klaus Orth, der Hattinger SPD-Chef, gibt das Stimmungsbild in seiner Partei offen weiter. „Die meisten Ortsvereine stehen einer Großen Koalition nach wie vor skeptisch bis ablehnend gegenüber“, sagt er am Freitag auf WAZ-Anfrage.

Das 28-seitige Abschlusspapier der Sondierungen zwischen CDU, CSU und SPD ist am Mittag bei den Sozialdemokraten angekommen. „Wir werden uns am Wochenende eingehend damit beschäftigen und am Montag im Stadtverbandsvorstand darüber sprechen“, so Orth. Dabei will die Hattinger SPD zu einem Votum kommen. Nächsten Freitag kommt dann der Unterbezirk in Witten zusammen und beschließt eine EN-Meinung.

Orths Stellvertreterin Eva Fritz reist dann am 21. Januar zum Parteitag nach Bonn, bei dem über den Eintritt in Koalitionsverhandlungen entschieden wird.

Reaktionen der Bundestagsabgeordneten

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Kapschack erklärt, dass er einer erneuten Großen Koalition weiter kritisch gegenüberstehe: „Sie sollte ein Ausnahmefall bleiben.“ Gleichzeitig stellt er aber überrascht heraus, „zu welchen Zugeständnissen die Union bereit ist“.

Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe (CDU) spricht von einer „schweren Geburt“. Aber er sei froh, „dass wir jetzt so weit sind“. Der Hattinger hält die Vereinbarungen für „insgesamt ausgewogen“.

Der Hattinger CDU-Chef Gerhard Nörenberg ist mit den vorliegenden Ergebnissen zufrieden: „Ich kann gut damit leben. Und ich bin froh, dass die SPD offenbar auch erkannt hat, dass wir einen Wählerauftrag bekommen haben.“

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