Projekttage

Hattinger Schüler sammeln Müll rund ums Gymnasium Waldstraße

Das Gymnasium Waldstraße befasste sich im Rahmen von Projekttagen mit der Problematik des Plastikmülls. Lehrer Andreas Augsburger (unten) erklärte die Zusammenhänge. Foto Fischer/ Funke Foto Services GmbH

Das Gymnasium Waldstraße befasste sich im Rahmen von Projekttagen mit der Problematik des Plastikmülls. Lehrer Andreas Augsburger (unten) erklärte die Zusammenhänge. Foto Fischer/ Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Wie sehr die Umwelt unter dem Plastikmüll leidet, wurde Hattinger Schülern deutlich gemacht. Die Stadt stellte die Utensilien fürs Sammeln.

Statt Latein und Geschichte gibt es zwei Tage lang das Thema Müll. Angeboten wird ein breites Spektrum an den Projekttagen des Gymnasiums an der Waldstraße. Von Sport über Musik bis zu politischen Themen war alles dabei. 21 Schüler der Klassen 5 bis 9 kümmern sich um die Umwelt.

Und das nicht nur theoretisch. Denn Latein- und Geschichtslehrer Andreas Augsburger nähert sich dem aktuellen Gebiet zum einen mit Müllsäcken, Zange und Picker. Es wird aber auch die Problematik von der politischen Seite und dem ganz privaten Verhalten angepackt.

Das Umweltproblem muss ins Bewusstsein der Jugendlichen dringen

Auch Referendar Sven Huse ist mit dabei und sorgt dafür, dass dieses Umweltproblem mehr Raum in den Köpfen der Jugendlichen einnimmt. Was alleine im ganz engen Umfeld der Schule an Müllbergen unter Büschen und Bäumen gefunden wird, erschreckt eigentlich alle. „Manchmal sind Blumenvasen, Plastik- und Glasflaschen schon von der Natur so zugewachsen, dass man kaum noch eine Möglichkeit hat, an ihn heranzukommen“, sagt Esther aus der 8. Klasse. „Es war wirklich schrecklich viel.“

Stadt stellte Utensilien zum Müllsammeln zur Verfügung

Die Utensilien, die man zum Müllsammeln braucht, hatte die Stadt zur Verfügung gestellt: Handschuhe, Picker und Müllsäcke. „Ich hätte mich auf für ein anderes Projekt melden können, aber ich finde das Thema wichtig, es ist doch die Umwelt, in der wir später leben“, erklärt Esther.

Über das Interesse freut sich Andreas Augsburger sehr. Das Verhältnis von Mädchen und Jungen, die sich freiwillig für das Projekt gemeldet haben, ist sehr ausgeglichen. Mittlerweile ist die Problematik in den Köpfen angekommen. „Wir haben das Thema aber auch noch in Bildern weiterverfolgt“, erklärt der Lateinlehrer.

Plastikmüll wird zur tödlichen Gefahr vor allem für die Meerestiere

„Da gibt es auch Fotos von Tieren, denen der Plastikmüll zur tödlichen Gefahr wird. Ich glaube, vielen waren die Auswirkungen gar nicht so klar.“ Gezeigt wird auch, wie belastet die Weltmeere unter diesem gigantischen Verbrauch leiden. Auch dass bei Hochwasser der Müll durch die Flüsse weitertransportiert wird, ist nicht jedem direkt klar, erklärt Andreas Augsburger. Auch Moritz (11) hat sich für die Müllsammel-Aktion gemeldet. Dass das Wichtigste Müllvermeidung ist, wurde allen klar.

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