Abitur 2019

Hattinger Schüler finden die Aufgaben im Abitur fair

Die Schülerinnen Nina, Alexandra, Alexa und Lisa-Marie (v. l.) von der Gesamtschule Hattingen diskutieren über ihre Eindrücke vom schriftlichen Abitur.

Die Schülerinnen Nina, Alexandra, Alexa und Lisa-Marie (v. l.) von der Gesamtschule Hattingen diskutieren über ihre Eindrücke vom schriftlichen Abitur.

Foto: Fischer

hattingen.   Das schriftliche Abitur befindet sich in den letzten Zügen. Diese Eindrücke hatten die Schüler aus Hattingen von ihren bisherigen Prüfungen.

Emilia Schoettler und Rosa Schubert schlendern gemeinsam über den Pausenhof des Gymnasiums Waldstraße. Dabei unterhalten die beiden Schülerinnen sich angeregt über ihre dritte und letzte schriftliche Abiturprüfung – diesmal im Fach Biologie. An diesem Mittwoch, wenn die letzten Abi-Klausuren – unter anderem in Kunst und Musik – geschrieben werden, müssen sie nicht mehr ran.

Schüler konnten das Gelernte im Abitur anwenden

„Ich muss gestehen, dass ich überraschend zufrieden bin. Wir hatten auch ein wenig Glück, weil die Aspekte drankamen, auf die wir uns vorbereitet hatten“, berichtet Emilia (19) von den noch frischen Eindrücken der gerade erst beendeten Prüfung. Volle Zustimmung bekommt sie von ihrer Freundin Rosa. „Die Bio-Abi-Aufgaben war gut. Wir konnten das Gelernte anwenden“, sagt die 18-Jährige.

Die beiden Schülerinnen hatten neben Biologie zusammen auch den Deutsch-Leistungskurs belegt. Auch hier sei die Klausur gut gelaufen, sagt Rosa, die sich in der Prüfung nicht für den Sachtext entschieden hat, sondern für Analyse und Interpretation eines literarischen Text-Auszuges.

Nicht jeder lernt stundenlang für die Prüfungen

Selbst das Mathematik-Abitur, über das derzeit bundesweit verstärkt diskutiert wird, hat sie aus ihrer Sicht erfolgreich gemeistert: „Mathe war deutlich einfacher als in den vergangenen Jahren. Ich fand die Klausur nicht unbedingt schwer, weil die Aufgaben fair gestellt waren.“

Diese Sichtweise teilt Abiturient Dominique Chlench von der Gesamtschule Hattingen: „Bis auf ein oder zwei Teilaufgaben war Mathe ganz gut. Die Probleme, die Schüler in anderen Bundesländern damit hatten, habe ich nicht gehabt.“ Der 19-Jährige betont, er habe sich allerdings auch intensiv auf dieses Fach vorbereitet. Trotzdem kommt er zu dem Fazit: „Die Lernanstrengungen für das Abitur waren überschaubar.“

Die Prüfungen sind manchmal schwer einzuschätzen

Marta Sommaro (19), die ebenfalls zur Gesamtschule geht, befindet sich mit der Bewertung der schriftlichen Abi-Prüfungen in einem Zwiespalt. „Ich habe gemischte Gefühle. Englisch war gut, Biologie kann ich nur schwer einschätzen. Insgesamt war das Abi aber nicht zu leicht und nicht zu schwer.“ Trotzdem sei sie froh, den Großteil nun geschafft zu haben. Nur ihre mündliche Prüfung steht noch bevor.

Louis Koob vom Gymnasium Waldstraße gibt zu, dass er relativ spät begonnen hat, fürs Abi zu lernen. Dennoch ist er mit seinem vermuteten Abschneiden in Bio und Deutsch zufrieden.

Die Schulzeit sei „eine schöne Zeit mit den Freunden“ gewesen. „Die Prüfungen zuletzt haben aber schon ein wenig genervt. Es wird so langsam Zeit, dass ich Geld verdiene“, meint der 18-Jährige.

>>>Schüler-Proteste gegen Mathematik-Abitur

In mehreren deutschen Bundesländern protestieren Schüler gegen aus ihrer Sicht zu schwere Aufgaben beim Abitur im Fach Mathematik – unter anderem in Niedersachsen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Um ihren Unmut und Ärger über das Mathe-Abitur auszudrücken, haben die Schüler in den verschiedenen Bundesländern Online-Petitionen gestartet, die sich an die Kultusministerien richten.

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