Brand-Katastrophe

Hattinger Kirchen sorgen gegen einen Großbrand vor

Von innen nicht zu erkennen, aber auch die Kirche St. Peter und Paul an der Bahnhofstraße in Hattingen hat ein Holzdach. 2019 stehen umfassende Sanierungsarbeiten am Kirchendach an.

Von innen nicht zu erkennen, aber auch die Kirche St. Peter und Paul an der Bahnhofstraße in Hattingen hat ein Holzdach. 2019 stehen umfassende Sanierungsarbeiten am Kirchendach an.

Foto: Jürgen Theobald

Hattingen.   Wie in Notre-Dame stehen in St. Peter und Paul in Hattingen Bauarbeiten am Dach an. Der Brandschutz spielt bei den Kirchen eine besondere Rolle.

Mit Schrecken beobachtete die Welt am Montag den Großbrand in der Kathedrale Notre-Dame in Paris. Aufgrund der Holzkonstruktion richteten die Flammen großen Schaden an. Ob sich auch in den Hattinger Kirchen ein solches Szenario abspielen könnte, wissen die Pfarrer Andreas Lamm und Udo Polenske.

In der Tat handelt es sich auch bei den größten Hattinger Kirchen St. Georg und St. Peter und Paul, wie auch beim Dom in Niederwenigern, um Bauten mit Holzdachstühlen. Auch deshalb werden die Kirchen regelmäßig hinsichtlich des Brandschutzes überprüft. „Die Sicherheit hat für uns einen sehr großen Wert“, betont Lamm auch mit Blick auf die anstehenden Bauarbeiten am Dach der Kirche St. Peter und Paul. Auch in Notre-Dame gab es Bauarbeiten, die möglicherweise im Zusammenhang mit dem Feuer stehen könnten.

Prävention für den Brandschutz

Regelmäßig gebe es in Hattingen Begehungen der Kirchen, um auf gefährliche Stellen hinzuweisen. Um den Brandschutz sicherzustellen, werde vielfach präventiv gearbeitet, so Lamm. So müssten zum Beispiel Feuerlöscher stets griffbereit sein. Außerdem würden Elektroanlagen regelmäßig gewartet, um der Entstehung eines Brandes durch einen Kurzschluss vorzubeugen.

Die Bauarbeiten am Dach von St. Peter und Paul an der Bahnhofstraße sollen in diesem Jahr starten, die Aufträge sind bereits erteilt. Bis zum 150. Geburtstag der Kirche im kommenden Jahr soll das nötige Gerüst aber wieder abgebaut sein, wünscht sich Lamm.

Großbrand führt zur Gründung der Feuerwehr

In der Georgs-Kirche wurde bereits bei den Sanierungsarbeiten vor mehr als 20 Jahren viel Geld in den Brandschutz investiert, erklärt Pfarrer Udo Polenske. So habe man damals eine Leitung bis in die Kirchturmspitze gelegt. „Damit können wir den Turm notfalls unter Wasser setzen.“ Ein beruhigendes Gefühl, denn „es ist erschreckend, was in Notre-Dame passiert ist“, sagt Polenske.

Die verheerendsten Hattinger Brände sind übrigens schon eine Weile her. Nach den Jahren 1435 in Hattingen und 1665 in Blankenstein, ist das größte Stadtfeuer wohl das von 1868, bei dem 22 Gebäude beschädigt werden und aufgrund starker Winde die gesamte Stadt bedroht ist. Dieser Brand führt zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr in Hattingen, erklärt Stadtarchivar Thomas Weiß.

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