Erstklässler

Hattinger Grundschulen profitieren von Rekordzahlen

Die Grundschule Alt-Blankenstein ist eine von fünf Hattinger Grundschulen, die im kommenden Jahr eine Eingangsklasse mehr als bisher bilden wird.

Die Grundschule Alt-Blankenstein ist eine von fünf Hattinger Grundschulen, die im kommenden Jahr eine Eingangsklasse mehr als bisher bilden wird.

Foto: Barbara Zabka

Hattingen.   2019/2020 gibt es in Hattingen so viele Erstklässler wie seit Jahren nicht. Das führt dazu, dass fünf Grundschulen wachsen. Nur eine verliert.

In Hattingen kommen 2019 so viele Kinder in die Schule wie seit Jahren nicht. 21 Eingangsklassen wird es deshalb im kommenden Schuljahr geben. Auch die kleinsten Grundschulen Bredenscheid und Blankenstein profitieren – dort werden jeweils zwei erste Klassen gebildet.

Zu Beginn des Schulausschusses hatte Susanne Happich, Vorsitzende der Schulpflegschaft der Grundschule Alt-Blankenstein, betont, man liege mit den Anmeldezahlen deutlich über der Prognose. Ihre Befürchtung war: Zahlreiche Kinder müssten abgelehnt werden. Müssen sie nicht. Stattdessen kommen die 54 Kinder in zwei Klassen unter. Für den Unterricht ist das räumlich kein Problem, da zwei vierte Klassen die Schule verlassen. „Außerdem haben wir noch zusätzlich zwei Klassenräume, die wir aktuell anders nutzen“, erklärt Schulleiterin Andrea Müller-Feld.

OGS-Räume dringend benötigt

Umso nötiger wird damit aber der Bau der Räume des Offenen Ganztags. Geplant ist der hinter der Turnhalle. Auf Wunsch der Politik wird so gebaut, dass künftig problemlos eine zweite Etage aufgesattelt werden könnte. Der Bauantrag ist gestellt, die Ausschreibung zur Hälfte fertig, sagt Rudolf Viefhaus von der Gebäudewirtschaft. Er geht davon aus, dass Ende 2019 gebaut werden kann, bei einer Bauzeit von etwa sieben Monaten.

Auch Andrea Pepping, Leiterin der Grundschule in Bredenscheid, freut sich über die zusätzliche Klasse. Bei 41 Anmeldungen wird die hier klein sein. Ein Vorteil, weil sie so Kapazitäten habe, Kinder länger in der Schuleingangsphase zu lassen. Weil die Schule zwei Klassen abgibt und zwei neue bekommt, gibt es räumlich kein Problem. Offen ist noch, wie es in der Ganztagsbetreuung aussieht. „Ich glaube, es wird eng“, sagt Pepping.

477 Kinder für die Grundschule angemeldet

Beide kleinen Schulen kämpften vor Jahren um ihr Überleben und waren dann wieder so gefragt, dass Schüler abgelehnt werden mussten, weil beide Schulen nur einzügig vorgesehen waren. Bis es 2015/16 doch die Genehmigung gab und beide für dieses Jahr zweizügig wurden – wie jetzt wieder.

477 Kinder wurden in diesem Jahr an den Grundschulen angemeldet. Jeweils eine Eingangsklasse gewonnen haben damit auch die Bruchfeld- und die Heggerfeldschule und die in Niederwenigern. Sie bilden im kommenden Schuljahr jeweils drei Eingangsklassen.

Katholische Weiltorschule St. Franziskus verliert

Als einzige verloren hat dieses Mal die Katholische Weiltorschule St. Franziskus. Sie war in den vergangenen Jahren immer zweizügig. Weil sie in diesem Jahr auf der Grenze war, mussten vier Schüler abgewiesen werden. Jetzt kann sie nur eine Eingangsklasse bilden.

Gleich bleibt die Anzahl der ersten Klassen in Welper an der Erik-Nölting-Schule (2), in Holthausen (2) und im Oberwinzerfeld (3).

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