Gesundheit

Hattinger Fachhändler: Kissen müssen den Nacken stützen

Marvin Materna, Auszubildender im Fiduwa-Bettenhaus, zeigt, dass es viele unterschiedliche Kissentypen gibt

Marvin Materna, Auszubildender im Fiduwa-Bettenhaus, zeigt, dass es viele unterschiedliche Kissentypen gibt

Foto: Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Hattinger Fachhändler empfehlen, Formen und Füllungen zu testen – vom Feder- bis zum Wasserkissen. Nach fünf Jahren sollten sie ersetzt werden.

Es gibt sie in quadratisch, in Form einer Welle oder auch als langes L – die Rede ist von Kopfkissen. Denn: Nicht bloß die Matratze sorgt für eine erholsame Nacht. Auch Lattenrost und eben das Kissen müssen passen. Die Hattinger Fachhändler raten dazu, Formen und Füllungen im Geschäft auszuprobieren.

Wer seinen Kopf auf Federn betten möchte, der sollte auf ein Dreikammernkissen setzen. „Daunen allein stützen nicht“, erklärt der Inhaber Dimitrios Ermidis von Fiduwa. Der Fachberater weiß, dass die Wirbelsäule im Bett gerade liegen muss.

Bandscheiben müssen sich nachts erholen

Denn nur so können sich die Bandscheiben nachts erholen. „Wenn das Kissen den Nacken nicht stützt oder überstreckt, wachen wir morgens mit einem verspannten Hals auf“, so der Experte. Beim Dreikammernkissen ist im Kern ein stützender Federteil eingearbeitet und drumherum befinden sich die Daunen.

Andrea Breuer von Matratzen Concord weiß: „Vielen ist das Gefühl des Kissens wichtig, und auch die Möglichkeit das Kissen bei 60 Grad waschen zu können.“ Wer ein Kissen im Fachgeschäft kauft, kann zwischen neun und mehr als einhundert Euro ausgeben. „Bei höherpreisigen Kissen nehmen wir die Kissen, wenn sie nicht gefallen, auch wieder zurück und der Kunde sucht sich ein anderes aus“, erklärt Breuer.

In den Urlaub mitnehmen

Auch Volker Schwiese bietet das in seinem Möbelgeschäft „Schwiese“ an. Seine „Wasserbetten für den Nacken“ sind Nackenstützkissen, die mit Leitungswasser je nach Wunsch befüllt werden. „Ich bin so überzeugt davon, dass ich meins sogar mit in den Urlaub nehme“, erzählt Schwiese. Wer solch ein Kissen kauft, kann es 30 Tage zu Hause ausprobieren. Wenn es doch nicht das Richtige ist, nimmt der Hersteller es zurück. „Weiterverkaufen können wir das natürlich nicht mehr, das wäre unhygienisch“, merkt er an.

Am Halsbereich schwitzt man am meisten

Hersteller raten dazu, alle drei bis fünf Jahre das Kissen zu ersetzen. „Am Halsbereich schwitzen wir am meisten. Das Kissen bekommt acht Stunden die Nacht die Feuchtigkeit ab, das muss dann einfach ausgetauscht werden“, weiß Ermidis. „Die verarbeiteten Schäume verlieren mit der Zeit ihre Spannkraft. Sobald morgens der Nacken verspannt ist, sollte man sich ein neues Kissen zulegen“, rät Schwiese. Um vermehrtem Schwitzen vorzubeugen, rät Breuer, ein gut belüftetes Kissen und einen Baumwollbezug zu nutzen.

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