Kulturpreis

Hattinger CDU zeichnet junges Orchester aus

Gruppenbild mit Musikern und Christdemokraten: CDU-Vorsitzender Gerhard Nörenberg (Mitte) verlieh den Kultur- und Bürgerpreis 2018 seiner Partei an die Jungen Hattinger Sinfoniker / Kreissinfonieorchester EN.

Gruppenbild mit Musikern und Christdemokraten: CDU-Vorsitzender Gerhard Nörenberg (Mitte) verlieh den Kultur- und Bürgerpreis 2018 seiner Partei an die Jungen Hattinger Sinfoniker / Kreissinfonieorchester EN.

Foto: Manfred Sander

Hattingen.  Der Kultur- und Bürgerpreis der CDU geht an die Jungen Hattinger Sinfoniker. Ihre Bereicherung des kulturellen Lebens ist eine Erfolgsgeschichte.

„Das ist ein einmaliges Projekt“, findet Ulrike Brauksiepe. „So etwas hat nicht jede Stadt und es ist toll, dass auf diesem Weg so viele Menschen für Musik begeistert werden“, ergänzt die CDU-Stadtverordnete und Laudatorin des Kultur- und Bürgerpreises der CDU. Der geht in diesem Jahr an das Kreissinfonieorchester EN und den dazugehörigen Verein Junge Hattinger Sinfoniker „für die überaus nachhaltige Bereicherung des kulturellen Lebens in Hattingen und darüber hinaus“.

Im Alten Rathaus wurde der Preis am Donnerstagabend überreicht. Musiker aus dem Umfeld der Ausgezeichneten bereiteten den musikalischen Rahmen. So spielte ein Streichquartett „Eine kleine Lachmusik“ frei nach Mozart im Stil des Wiener Neujahrskonzerts.

Wurzeln reichen bis ins Jahr 2002 zurück

Peter Brand, Leiter der Musikschule Hattingen, spricht von einer Erfolgsgeschichte. Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 2002 zurück. Damals suchte Musik- und Mathematiklehrer Wolf Dieter Schäfer Partner, um das Schulorchester des Gymnasiums Holthausen zu stärken und neuen Schwung in die Sache zu bringen.

„Peter Brand war damals noch relativ neu als Leiter der Musikschule“, erinnert sich der mittlerweile pensionierte Lehrer. Anfangs war es nur eine kleine Kooperation zwischen der Musikschule und dem Gymnasium, die den Nachmittagsunterricht organisierte. Durch das Engagement des heutigen Dirigenten Schäfer, Brand und des Musiklehrers Bernd Wolf vom Gymnasium Waldstraße, der heute ebenfalls als Dirigent des Orchesters arbeitet, entstand ein schulübergreifendes Orchester. Als Junge Hattinger Sinfoniker probte man 2003 zum ersten Mal.

Orchester ist stetig größer geworden

Seitdem ist das Orchester stetig gewachsen und über die Stadtgrenzen hinaus verzaubert es mit jährlichen Konzerten. Die Gründer wollten keine Konkurrenz zu den Schulorchestern und anderen Aktivitäten der Schüler sein, deshalb gründeten sie ein Projektorchester. „Wir proben immer zwischen Januar und März, dann aber intensiv, auch an Wochenenden“, erklärt Schäfer. Das bedeutet, dass jede Saison neue Mitglieder den Sinfonikern angehören, mittlerweile Menschen jeden Alters. Für Konzertmeisterin Christiane Büscher macht das den besonderen Reiz aus. „Zwar haben wir Mitglieder, die jedes Jahr dabei sind, aber auch jedes Jahr neue Gesichter.“ Die neue Saison startet am 19. Januar. Interessierte Musiker sind herzlich willkommen mitzumachen.

Geprobt wird in Hattingen

Aus den jungen Sinfonikern entwickelte sich 2008 ein kreisweites Orchester, das seither unter dem Namen Kreissinfonieorchester EN auftritt. Organisiert wird alles über den Verein Junge Hattinger Sinfoniker. Die Proben finden weiterhin in Hattingen statt, die jährlichen Konzerte in Hattingen, Gevelsberg und Witten. Für 2019 ist eine Konzertreise nach Brügge in Belgien geplant, weshalb dieses Mal nur in Hattingen und Gevelsberg Auftritte im Kreis stattfinden werden.

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