Kommunalwahl

Hattingen: Zwei SPD-Größen bei der Kommunalwahl gescheitert

Udo Woidneck, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hattingen-Mitte, ist bei der Kommunalwahl im Wahlbezirk 21 (Niederwenigern) gescheitert.

Udo Woidneck, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hattingen-Mitte, ist bei der Kommunalwahl im Wahlbezirk 21 (Niederwenigern) gescheitert.

Foto: Manfred Sander / FFS

Hattingen.  Verlust für die SPD Hattingen: Udo Woidneck und Klaus Kampmann haben den Wiedereinzug in den Stadtrat verpasst. Gegen wen sie verloren haben.

Udo Woidneck ist der Vorsitzende der SPD Mitte, des größten Orts­vereins der Hattinger Sozialdemokraten – doch im neuen Stadtrat ist er nun nicht mehr vertreten, denn er scheiterte in seinem selbst gewählten Wahlkreis in Niederwenigern. Und auch Klaus Kampmann wurde bei der Kommunalwahl abgewählt.

Brigitte Serrano ist bei der Abstimmung der Grünen gescheitert

Bereits bei der Kandidatenaufstellung der SPD wurde klar, dass etablierte Politkräfte wie Carsten Bäcker, Marlis Fry, Dorothea Kiesewetter, Margret Melsa und andere zukünftig nicht mehr dabei sind. Doch Klaus Kampmann wollte es wieder schaffen. Der Präsident des TuS Hattingen trat in der Innenstadt an und kam auf 27,71 Prozent der abgegebenen Stimmen (220 von insgesamt 813). Besser war indes Sascha Kursawe, der bislang für die Piratenpartei im Rat sitzt und diesmal für Bündnis90/Die Grünen angetreten ist – er schaffte 28,97 Prozent und holte somit zehn Stimmen mehr als Kampmann.

Bei der CDU sind Stefan Bahr sowie die Urgesteine Theo Haske, Norbert Kubaschek, Engelbert Meidinger und Johannes Tüller auf eigenen Wunsch nicht mehr angetreten, bei den Grünen Brigitte Serrano bei der parteiinternen Abstimmung über die Reserveliste gescheitert und nun nicht mehr dabei.

Woidneck in Niederwenigern nur auf dem dritten Platz

Bleibt die Geschichte von Udo Woidneck, der auf Platz 10 der SPD-Reserveliste stand. Weil seine Partei aber schon einen Wahlbezirk mehr gewonnen hat als ihr an Sitzen zustand (was ein Ausgleichsmandat für die CDU bewirkte), zog diese Liste der Sozialdemokraten nicht.

„Die Abwechslung in dieser Kommunalwahl hat schon ihren Reiz“, sagte Woidneck vor der Wahl zur WAZ. Und: „Viele haben gesagt: ‘Da gewinnen wir nie’“. Ich dachte mir: ‘Das versuchst du jetzt’.“

Im Wahlbezirk 21 holte er 200 Stimmen (18,15 Prozent), 564 Wennische stimmten hier indes für Regina Heermann von der CDU, die den Wahlkreis ihres Vaters Theo Haske übernommen hatte. „Das ist sogar noch ein bisschen mehr, als ich 2014 geholt habe“, sagt Haske stolz. Auch Claudia Lüttringhaus (B’90/Die Grünen) holte mehr Stimmen als Woidneck (227/20,60 Prozent).

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