Konzerte

Hattingen: Vorverkauf für „Volksbank klassisch“ verschoben

Sie hoffen, dass das Frühjahrskonzert „Volksbank klassisch“ 2020 stattfinden kann: Museumsleiter Robert Laube, Johannes Kunze von der Rhein-Ruhr-Philharmonie und Thomas Alexander, Marketingchef der Volksbank.

Sie hoffen, dass das Frühjahrskonzert „Volksbank klassisch“ 2020 stattfinden kann: Museumsleiter Robert Laube, Johannes Kunze von der Rhein-Ruhr-Philharmonie und Thomas Alexander, Marketingchef der Volksbank.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Die Veranstalter in Hattingen reagieren auf das Coronavirus: Karten für das für den 9. Mai geplante Konzert gibt es erst ab dem 20. April.

Das 25. Konzert der Veranstaltungsreihe „Volksbank klassisch“ ist für dem 9. Mai in der Gebläsehalle des Industriemuseums Henrichshütte geplant. Ob das Frühlingskonzert der Rhein-Ruhr Philharmonie dann wirklich stattfinden wird, ist mit Blick auf den Coronavirus nicht abzusehen. Der Vorverkaufsbeginn für die Tickets, der eigentlich für Montag vorgesehen war, wird allerdings auf den 20. April verschoben.

„Das gibt uns fünf Wochen Zeit, um die Situation dann noch einmal neu zu bewerten“, sagt Thomas Alexander, Marketingleiter der Volksbank. „Sollte sich die Situation bis dahin entspannt haben, wird diese tolle Veranstaltung stattfinden. Aber es ergibt keinen Sinn, das jetzt vorauszusagen.“

Im Mittelpunkt des Konzerts steht Ludwig van Beethoven

Die Proben der mehr als 60 Musiker der Rhein-Ruhr-Philharmonie haben allerdings schon begonnen und auch das Programm steht schon seit langer Zeit fest. Im Mittelpunkt des Konzerts steht der Komponist, dessen 250. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird: Ludwig van Beethoven.

„Da wollen wir natürlich auch gratulieren“, sagt Johannes Kunze, Repräsentant der Rhein-Ruhr Philharmonie. Es werde jedoch nicht die bekannte fünfte oder neunte Sinfonie, sondern Beethovens sechste Sinfonie gespielt, die auch als „Pastorale“ bekannt sei, so Kunze weiter. Aber auch bei diesem Werk könne der eine oder andere sicher mitsummen.

„Selbst wir Musiker kannten Tansman nicht“

Der zweite Teil des Frühlingskonzert thematisiert ein anderes historisches Ereignis, nämlich das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren. „Der 8. beziehungsweise 9. Mai ist da ein ganz besonderes Datum“, sagt Robert Laube, Museumsleiter der Henrichshütte. „Zu diesem Anlass und dem Gedenktag lassen wir im Museum die Musik sprechen.“

Es werden die Stücke „Bilder einer Ausstellung“ des russischen Komponisten Mussorgsky sowie „Rhapsodie polonaise“ des polnisch-französischen Komponisten Tansman gespielt. „Selbst wir Musiker kannten Tansman nicht, doch sein Werk ist die perfekte Wahl für den Anlass. Tansman ist als Jude vor dem Nationalsozialismus nach Amerika geflohen. Er hat dort Filmmusik produziert, aber eben auch dieses Werk“, sagt Johannes Kunze.

Dirigiert wird die Rhein-Ruhr-Philharmonie diesmal von Nikolas Müller

Trotz der traurigen Thematik werde die Musik nicht zu düster, die polnische Folklore, die ebenfalls dargestellt werde, lockere es auf, so Kunze.

Dirigiert wird das Ensemble der Rhein-Ruhr-Philharmonie diesmal von Nikolas Müller, Musikdirektor der Ruhr-Universität Bochum. „Die Arbeit mit ihm macht viel Spaß, er stand schon einmal bei „Volksbank klassisch“ am Pult“, sagt Kunze.

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