Volksbank

Hattingen: Volksbank tritt erstmals als Bauträgerin auf

Feiern Premiere als Bauherren: Michael Vogelsang und Rudolf Hermanns (rechts), die Führungsspitze der Volksbank.

Feiern Premiere als Bauherren: Michael Vogelsang und Rudolf Hermanns (rechts), die Führungsspitze der Volksbank.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten geht die Volksbank Hattingen/Sprockhövel neue Wege. Sie lässt zwei Wohnriegel hochziehen.

Premiere bei der Volksbank: Erstmals wird die Genossenschaftsbank als Bauträgerin aktiv und beteiligt sich an einer Millioneninvestition. Zwei der vier Wohnriegel im neuen Quartier auf dem Gelände des ehemaligen Opel-Autohauses an der Bredenscheider Straße entstehen im Auftrag der Volksbank.

„Wir haben die Grundstücke gekauft und investieren an dem Standort 8,4 Millionen Euro für Gebäude, die wir dann vermieten werden“, erklärte Vorstandsvorsitzender Rudolf Hermanns bei der Vorstellung der Jahresbilanz für 2019.

Gerade werden die Tiefgaragen gebaut. „Von dort aus können die künftigen Mieter dann direkt in ihre Wohnungen kommen. Alle 24 Wohneinheiten in unseren beiden Häusern sind barrierefrei“, so Hermanns weiter.

Bilanzsumme klettert um 4,6 Prozent auf 610 Millionen Euro

Das anhaltend niedrige Zinsniveau habe dazu geführt, dass sich die Volksbank nach neuen Investitionsmöglichkeiten umgesehen hat. „Ende 2016 haben wir die Grundstücke gekauft. Frühestens Ende 2021 sollen die Gebäude bezugsfertig sein“, sagt der Vorstandschef.

Damit liege man weit hinter den ersten Zeitplänen. Die Schuld daran gibt die Bauträgerin der Stadt Hattingen. Hermanns: „Bebauungspläne und Baugenehmigungen haben so lange auf sich warten lassen, dass wir durch entgangenen Mieten hohe Verluste tragen müssen.“

Als echten Gewinn verbucht die Volksbank das Geschäftsjahr 2019. Die Bilanzsumme kletterte um 4,6 Prozent auf 610 Millionen Euro. „Unsere Kunden investieren kräftig – das ist ein gutes Zeichen“, kommentiert Vorstandskollege Michel Vogelsang die Zahlen fürs Vorjahr.

„Minuszinsen für Kleinsparer sind nicht geplant“

Auch im Kreditgeschäft legte die Volksbank zu – um fünf Prozent auf 438 Millionen Euro. „Der Wert liegt deutlich über der Marktentwicklung und unterstreicht unser genossenschaftliches Geschäftsmodell. Denn wir investieren das Geld wieder in die Region“, betont Vogelsang. Und legt sich in einem Punkt fest: „Minuszinsen für Kleinsparer sind nicht geplant.“

Die Kundeneinlagen stiegen um 5,6 Prozent auf 483 Millionen Euro. Wobei Wertpapiere bei den Kunden gerade besonders beliebt sind. „Das Volumen ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 23 Prozent auf 270 Millionen Euro gestiegen“, berichtet Rudolf Hermanns.

114 Mitarbeiter hat die Genossenschaftsbank, darunter neun Auszubildende

13.500 Mitglieder und fast 29.000 Kunden hat die Volksbank Hattingen/Sprockhövel mittlerweile. Und freut sich, „auch das schwierige Jahr 2019 ohne Personalabbau beendet zu haben“. 114 Mitarbeiter hat die Genossenschaftsbank, darunter neun Auszubildende.

Technische und personelle Änderungen erwarten die Kunden in einigen Filialen. Jeweils ein Geldautomat in den Geschäftsstellen Hattingen-Mitte, Velbert-Langenberg und Bochum-Linden erlaubt jetzt einen barrierefreien Zugang. Sie können problemlos ohne Hürden genutzt werden und bieten auch spezielle Angebote für Sehbehinderte.

Eingeschränkt werden die Öffnungszeiten in Langenberg und Linden

Eingeschränkt werden die Öffnungszeiten in Langenberg und Linden. Bisher haben insgesamt fünf Mitarbeiter die Filialen durchgängig betreut. Vom 2. März an sind nur noch drei an jeweils einem Standort präsent – dienstags und donnerstags in Langenberg, montags, mittwochs und freitags in Linden.

„Immer weniger persönlichen Beratungen stehen immer mehr Online-Kontakte gegenüber. Darauf müssen wir reagieren“, sagen Hermanns und Vogelsang.

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