HATsteine

Hattingen-Steine bekommen eine Ausstellung im Bügeleisenhaus

Die Steinsuche begeistert Tausende. Die Hattinger Steine bekommen jetzt eine eigene Ausstellung im Museum im Bügeleisenhaus.

Die Steinsuche begeistert Tausende. Die Hattinger Steine bekommen jetzt eine eigene Ausstellung im Museum im Bügeleisenhaus.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Die Aktion „Hattinger Steine“ wird museumsreif. Das Museum im Bügeleisenhaus stellt die bemalten Steine aus Hattingen aus. Jeder kann mitmachen.

Sie machen Spaß, kosten nichts und bringen spannende Begegnungen: Die Hattinger Steine. Aus der Sommeraktion #HATsteine des Heimatvereins - Steine sammeln, bemalen und verstecken - ist ein richtiger Renner geworden. Heute hat die dazugehörige Facebook-Gruppe fast 2300 Mitglieder. Ab Oktober wird es eine Ausstellung im Museum im Bügeleisenhaus geben. Dafür ist die Unterstützung der Hattinger Steine-Fans gefragt.

Hier können Steine eingereicht werden

Jeder, der möchte, darf drei Steine bemalen und sie samstags und sonntags zwischen 15 und 18 Uhr im Museum abgeben oder in den Briefkasten der Studienkreis-Nachhilfe am Obermarkt 4 einwerfen. In der Ausstellung werden nur extra für diesen Zweck gestaltete Steine gezeigt, damit der Sammelspaß im Stadtgebiet weitergehen kann.

Den Museums-Steinen muss ein Zettel mit den Angaben zum Bemaler beigefügt werden mit Namen, Alter, Ortsteil, Telefonnummer oder Mailadresse. Die Ausstellung wird bis zum 8. Dezember im Bügeleisenhaus zu sehen sein. „Ob die Steine im Museum bleiben dürfen, wieder ausgewildert werden oder zurück zum Bemaler gehen sollen, sollte man natürlich auch vermerken“, sagt der Vorsitzende des Heimatvereins, Lars Friedrich.

Ursprung der Steinsuche in Amerika

Eigentlich war die Aktion, die ihren Ursprung in Amerika hat, nur als Ferienaktion „umsonst und draußen“ gedacht. Jeder, der möchte, sammelt einen Stein, bemalt ihn und „wildert ihn wieder aus“. „Wir sprechen nicht von verstecken, weil die Steine ja nicht für immer verschwinden sollen. Sie sollen andere erfreuen, die sie finden und vielleicht in einen anderen Stadtteil bringen“, sagt Initiator Friedrich.

Wo man die bestens Steine finden kann

Niemand hätte gedacht, dass daraus so eine „dauerhafte, kreative und unfassbar schöne Aktion entsteht.“ Viele Hattinger lieben plötzlich das Steinesammeln an der Ruhr. Denn da findet man die besonders geeigneten, vom Wasser glatt geschliffenen Steine zum Bemalen.

Lars Friedrich: „Die Idee hat sich mittlerweile völlig verselbstständigt. Auch viele Erwachsene sind mit Leidenschaft dabei, bemalen Steine kunstvoll. Die Motive haben eine unglaubliche Bandbreite – von einfach bunt bemalt bis zu Tieren, Häusern oder Gesichtern.“ Auch Aktionen finden statt. So habe die Feuerwehr Steine bemalt, zur Einschulung wurden für die neuen Schulkinder 500 Steine verteilt. „Es hat sich eine bewundernswerte Eigendynamik entwickelt“, schwärmt Friedrich.

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