Konzert

Hattingen: St.-Georgs-Konzert schwebt zwischen Tag und Traum

Beim St. Georgs-Konzert in Hattingen mit dem Titel „Zwischen Tag und Traum – Nachtmusik bei Kerzenschein“ spielte Christian Strube Querflöte, Annette Meier-Krüger Bratsche.

Beim St. Georgs-Konzert in Hattingen mit dem Titel „Zwischen Tag und Traum – Nachtmusik bei Kerzenschein“ spielte Christian Strube Querflöte, Annette Meier-Krüger Bratsche.

Foto: Biene Hagel / Funke Foto Services

Hattingen.  Das St.-Georgs-Konzert in Hattingen „Zwischen Tag und Traum – Nachtmusik bei Kerzenschein“ überzeugt in der weihnachtlich geschmückten Kirche.

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„Zwischen Tag und Traum“ nannten Flötist Christian Strube, Bratschistin Annette Meier-Krüger und Organistin Maria Cristina Witte ihre Nachtmusik bei Kerzenschein in der St. Georgskirche in Hattingen.

Fast 150 Besucher drängten sich in der noch mit zwei großen Tannenbäumen rechts und links der Altarseiten festlich geschmückten Kirche auf dem Kirchplatz. Auf dem Programm standen Werke aus dem Spätbarock, der Vorklassik und der Romantik.

St.-Georgs-Konzert in Hattingen begeistert durch Klangreichtum

Wie überirdisch eine Querflöte klingen und welchen Klangreichtum dieses Instrument heraufbeschwören kann, stellt Christian Strube mit einer zauberhaften Interpretation der Fantasie für Flöte Solo Nr. 9 E-Dur von Georg Philipp Telemann (1681-1767) unter Beweis. Die ätherisch schwebenden Klänge fangen den unterschiedlichen Charakter der einzelnen Sätze ausdrucksvoll ein, gelegentlich scheinen sie miteinander in ein Zwiegespräch zu treten.

Eine weiche, nahezu wiegenliedähnliche Weise, den „Chant Angélique“ (Engelsgesang) von Charles John Grey (1848-1923) erweckt Maria Cristina Witte an der Roetzel-Orgel zum Leben. Warm und dunkel strömen die Klänge, nach einem ruhig-getragenen Mittelteil kehrt das Thema in majestätischem Fluss und helleren Registern wieder.

Querflöte, Bratsche und Orgel harmonieren wundervoll

Wie wundervoll Querflöte, Bratsche und Orgel miteinander harmonieren, zeigen die drei Musiker in ihrer Interpretation der Triosonate in F-Dur von Johann Gottlieb Graun (1702-1771). Den Orgelpart spielt Maria Cristina Witte hier auf einer kleinen Truhenorgel. Das liedhaft-innige Thema erinnert an den empfindsamen Stil der Vorklassik, zu deren Vertretern der am preußischen Hof tätige Graun zählte. Im fröhlich-hüpfenden Allegro entfaltet sich ein Duett zwischen Flöte und Streichern, die Leichtigkeit der Flötenmelodie bringt im Duett mit den Streicherklängen die tänzerische Eleganz des Schlusssatzes bestens zur Geltung.

Warme, volle Klänge der Roetzel-Orgel runden das St.-Georgs-Konzert ab

Auch Edward Elgars (1857-1934) „Salut d’Amour“ bezaubert durch den innigen Ausdruck der weich-fließenden Melodie, die durch die warmen, vollen Klänge der Roetzel-Orgel begleitet werden.

Auf dem Programm dieses St.-Georgs-Konzerts standen außerdem noch das Notturno op. 110 von Joseph Küffner (1776-1856) und eine Nocturne für Orgel von Germaine Tailleferre (1892-1983). Für den Applaus bedankten sich die Künstler mit einem rumänischen Wiegenlied.

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