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Hattingen: Sportgeschäft schließt eine Lücke

Enver Ajvazi ist Inhaber des Fachgeschäfts „Hattinger Sport & more“ in Hattingen.

Enver Ajvazi ist Inhaber des Fachgeschäfts „Hattinger Sport & more“ in Hattingen.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Mit seinem Fachgeschäft „Hattinger Sport & more“ schließt Enver Ajvazi eine Lücke in Hattingen. Was es bei ihm alles gibt und wo der Schuh drückt.

Als Enver Ajvazi im Jahr 2013 sein Geschäft „Hattinger Sports & more“ in Hattingen eröffnete, schloss er eine Lücke. Denn ein Sportgeschäft gab es da in der Stadt nicht mehr.

„Ich habe gehört, dass es vor 25 Jahren drei, vier Sportgeschäfte in Hattingen gab. Aber die hatten alle geschlossen“, erinnert er sich. Den Mangel an einem Sport-Fachgeschäft spürte er damals auch am eigenen Leib. „Ich habe drei Söhne, die alle Fußball spielen. Ich konnte in Hattingen weder Schuhe noch Schienenbeinschoner oder sonst etwas kaufen, musste immer nach Bochum oder Essen fahren“, berichtet er. Und schritt zur Tat.

Im seinem Fachgeschäft „Hattinger Sports & more“ setzt Enver Ajvazi auf Beratung

An der Heggerstraße 37 eröffnete er „Hattinger Sports & more“ mit eigener Herren- und Damenabteilung. Auch Kinder werden fündig. „Der Hauseigentümer ist ganz toll. Er hat mich unterstützt. Es gab mehrere Bewerber um das Ladenlokal, aber er sah auch, dass da eine Sportgeschäft-Lücke in Hattingen ist. Er engagiert sich sehr für die Vereine in Hattingen“, lob Ajvazi (56). Fotos von Mannschaften mit Dankessprüchen hängen hinter der Kasse in dem verwinkelten, gemütlichen Geschäft.

Auf 105 Quadratmetern bietet Ajvazi Sportbekleidung, -geräte und mehr für viele Sportarten an. „Auch wenn das Hauptgeschäft die Fußballsachen sind.“ Leicht sei es nicht, sich mit dem Geschäft zu halten, sagt Ajvazi. Gerade zur Zeit, als wegen Corona alle Sportplätze geschlossen waren, wurde Sportausrüstung gar nicht nachgefragt. „Da wird der Tag lang, der Umsatz fehlt“, erklärt Ajvazi, der aus, wie er sagt, „Ex-Jugoslawien“ stammt. Die Händlergemeinschaft auf der Mitte der Heggerstraße lobt Ajvazi ausdrücklich. „Wir verstehen uns hier alle gut.“

Als kleines Fachgeschäft gegen große Ketten zu bestehen, findet Enver Ajvazi schwierig

In seiner Heimat hatte er Wirtschaftswissenschaften studiert. „Gerade als ich Absolvent war, schloss die Uni. Meine Schwester war schon in Deutschland, also kam ich her.“ Und er blieb. Doch sich als kleines Fachgeschäft gegen die großen Ketten und den Online-Handel zu behaupten, das sei nicht leicht. „Denn bei den Herstellern bekommt man mehr Prozente, wenn man mehr abnimmt.“

Angestellte hat Ajvazi nicht. Seine Söhne spielen Fußball in verschiedenen Vereinen – SG Welper, DJK Märkisch und TSG – und helfen ihm gelegentlich im Laden. Ansonsten steht er von morgens bis abends alleine in dem Eck-Geschäft mit vielen Schaufenstern, in denen er zeigt, was es innen alles gibt. Vom Bademantel über Fan-Tassen, Bälle, Trinkflaschen bis hin zum hippen Sport-Outfit für Zumba-Begeisterte ist alles dabei. Fußball-, Tennis-, Gymnastik-Zubehör und -Kleidung, Schwimmbrillen, auch für Kinder in lustigem Design, einen Gewichtheber-Gürtel, Knie-Pads für jene, die beim Handball im Tor stehen, Feder- und Tischtennisbälle, Basketball- und Laufschuhe, Band zum Umkleben von Schlägergriffen, Sitzbezüge für Fahrradsitze, Schweißbänder, Rucksäcke, Thermo- und formende Sportbekleidung, Rückenwärmer, Sporttaschen, Heckscheibenaufkleber, Kissen, Kalender, Bauchtaschen, VfL-Bochum-Schnuller.

Fanartikel gibt es von vielen Vereinen

Überhaupt: Vereine. „Viele denken, ich sei BVB-Fan, weil es so viel BVB-Fan-Artikel gibt.“ Dabei hat das andere Gründe. „Ich habe zumeist Puma. Die Hersteller verpflichten einen dann auch, dass man die Fan-Artikel der Vereine präsentiert.“ Und das reicht vom eben vom Bademantel bis hin zum Trikot oder T-Shirt mit lustigem Spruch. Eine Vitrine ist voll mit Puma-Uhren.

Dabei gibt es auch Dinge, die die Herzen von Fußball-Fans von Schalke 04, Manchester-City oder der Elfenbeinküste höher schlagen lassen. Nur als Beispiel.

Kunden kommen nicht nur aus Hattingen, sondern auch aus umliegenden, kleineren Städten. Beratung ist ein großes Thema bei „Hattinger Sports & more“. Schuhe gibt es übrigens in den Schuhgrößen von 18 bis 50. „Uns ist es wichtig, auch große Größen zu bieten.“ Und da sind auch Schuhe wie Jogginghosen, die nicht nur auf dem Sportplatz gut aussehen.

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