SOZIALES

Hattingen: So gelingt generationsübergreifendes Wohnen

Das Mehrgenerationen-Haus am Südring 23 in Hattingen von außen.

Das Mehrgenerationen-Haus am Südring 23 in Hattingen von außen.

Foto: Walter Fischer / Fischer

Hattingen.  Seit zehn Jahren gibt es das Mehrgenerationen-Haus am Südring 23. Bei einem Infoabend mit Rundgang gibt als Experte ein Projektnutzer Tipps.

Wohnen in einer guten Nachbarschaft und mit einer unterstützenden Gemeinschaft von älteren wie auch jüngeren Menschen und Familien: Wie aus einer solchen Idee Wirklichkeit werden kann, hat in Hattingen der Verein „Wir wohnen zusammen“ vorgemacht. Nun haben Interessierte die Chance, das Projekt kennenzulernen. Zudem informiert ein Projektnutzer – auch über finanzielle und rechtliche Aspekte.

Rolf Novy-Huy (62) heißt der Mann, der am Donnerstag, 13. Februar, ab 18 Uhr berichten wird, wie für die nicht alltägliche Wohnform Mehrgenerationen-Haus am Südring 23 vor gut zehn Jahren Interessierte zusammengefunden haben – darunter damals viele Anfang bis Mitte 50, die ihr Leben für die nächste Lebensphase neu ordnen wollten.

Das Miteinander zeichnet weit mehr aus als gute Nachbarschaft

Novy-Huy von der gemeinnützigen Stiftung Trias für Boden, Ökologie und Wohnen erzählt außerdem, welche Rechtsformen für derartige Wohnprojekte möglich, welche sinnvoll sind, wie eine Finanzierung aussehen kann. Zudem gibt er Tipps, welche Institutionen und Behörden mit ins Boot geholt werden sollten und wie es gelingt, unterschiedliche Interessen der Nutzergruppen in ein Konzept fließen zu lassen.

Das Mehrgenerationen-Haus am Südring 23 sei „wie ein kleines Dorf, unser Miteinander zeichnet weit mehr aus als gute Nachbarschaft“, schwärmt Rolf Novy-Huy.

Davon können sich Besucher der Infoveranstaltung auch selbst einen Eindruck verschaffen – bei einem Rundgang durch das Mehrgenerationen-Haus und im Gespräch mit den langjährigen Bewohnern im Anschluss an Novy-Huys Vortrag. In diesem Austausch werde es dabei um ganz praktische und konkrete Punkte gehen, kündigt Christa Beermann, Demografiebeauftragte der Kreisverwaltung und Mitorganisatorin des Abends, an.

Treff für die Info-Veranstaltung ist am Donnerstag, 13. Februar, von 18 bis 19.30 Uhr das Wohnhaus des Projektes am Südring 23. Die Veranstaltung der Initiative WoGen – Wohnen für Generationen – ist eine Kooperation der Vhs Ennepe-Ruhr-Süd, des EN-Kreises und der Stiftung Trias. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: christin.cornelius@stiftung-trias.de.

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