Am Ende der Woche

Hattingen: Ruppige Haushaltsreden stören die Ratsarbeit

Ulrich Laibacher, Leiter der WAZ-Redaktion Hattingen

Ulrich Laibacher, Leiter der WAZ-Redaktion Hattingen

Foto: Volker Speckenwirth / WAZ

Hattingen.  Der Ton wird rauer. Mit Beleidigungen und Unterstellungen sind zwei Fraktionschefs im Rat der Stadt Hattingen aufgefallen. Ein Erklärungsversuch.

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Ruppiger als üblich haben zwei Fraktionschefs im Rat der Stadt in dieser Woche ihre Haushaltsreden formuliert. Warum?

Etatberatungen sind nicht vergnügungssteuerpflichtig. Kommunale Haushalte sind gewaltige Wort- und Zahlenwerke, an denen die Verwaltungsexperten in der Kämmerei monatelang tüfteln. Eine Mammutaufgabe.

Der Kampf durch Haushaltsstellen und Produktnummern

Mindestens ebenso lobenswert ist indes die Leistung der Stadtverordneten, die sich durch Haushaltsstellen und Produktnummern kämpfen, um zu verstehen, was sie da beschließen. Was die ehrenamtlichen Volksvertreter in den Wochen vor den Etatbeschlüssen leisten, ist bemerkenswert.

Vielleicht wird dieser Einsatz nicht so bemerkt, wie sich die Stadtverordneten das wünschen. Und vielleicht ist das der Grund, warum sich einige Freizeitpolitiker immer wieder mal andere Bühnen suchten, um bemerkt zu werden.

Einer ist thematisch sattelfest, einer wortgewaltig

Eine davon ist das Rednerpult. Bei den Etatreden der sechs Fraktionschefs ist die Bandbreite in Form und Inhalt groß. Einer ist thematisch sattelfest, einer wortgewaltig – geschenkt. Nur eines sollten alle immer sein: fair.

Daran hat’s am Dienstag gefehlt. Verwaltungsmitarbeiter als Lügner und Betrüger hinzustellen, ist ebenso daneben, wie den Bürgermeister in die Nähe der Bestechlichkeit zu rücken. Schade, dass einige Minuten mit Querschüssen aus der Polit-Pistole den guten Eindruck trüben, den der Rat der Stadt bei sechseinhalb Stunden konzentrierter Sacharbeit gemacht hat.

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