Kommunalwahl

Hattingen: Politiker wollen Schwimmen künftig mehr fördern

Die Schwimmfähigkeit von Kindern ist den Parteien, die in Hattingen zur Kommunalwahl antreten, wichtig. Hierfür sollen gute Voraussetzungen geschaffen werden.

Die Schwimmfähigkeit von Kindern ist den Parteien, die in Hattingen zur Kommunalwahl antreten, wichtig. Hierfür sollen gute Voraussetzungen geschaffen werden.

Foto: Frank May / dpa

Hattingen.  Die WAZ Hattingen hat die fünf Parteien für die Kommunalwahl zu sechs Themenbereichen befragt. Heute geht es um den Sport in der Stadt.

Knapp ein Drittel aller Hattinger ist Mitglied in einem Sportverein, ein großer Teil der Wählerschaft bei der Kommunalwahl am 13. September. Was die Parteien für sie planen:

SPD

„Nicht nur unter dem Aspekt der Gesundheit und Geselligkeit, auch im Bereich der Integration spielt der Sport eine wichtige Rolle“, meinen die Sozialdemokraten. „Wir müssen uns darüber hinaus für neue Entwicklungen und Bewegungsangebote an alle Bürgerinnen und Bürger öffnen.“

Hattingen soll weg von der „Sportverwaltung“ hin zu einem aktiven „Sportmanagement“. Hierfür müsse die Stadt sich in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Akteuren gemeinsam auf den Weg machen, „neue zeitgemäße Formen des Sportes und niedrigschwellige Bewegungsangebote im Alltag auf den Weg zu bringen“.

Dem Schwimmsport spricht die SPD „eine besondere Rolle“ zu. Das Schwimmbad in der Realschule Grünstraße soll reaktiviert und im Freibad in Welper eine Traglufthalle für eine Wintersaison aufgebaut werden.

CDU

Die Christdemokraten wollen „eine bedarfsorientierte Modernisierung der Sportstätten“. Der demografische Wandel, Inklusion sowie verändertes Freizeitverhalten und Wünsche von Kindern und Jugendlichen nach alternativen Sportarten sollen dabei berücksichtigen werden.

Die Modernisierung der Lehrschwimmbecken ist der CDU ein Anliegen, damit „jedes Kind mit Verlassen der Grundschule schwimmen kann“.

Auch Boule ist im Blickfeld der Partei, ein idealer „Sport für jedermann“. Im Gethmannschen Garten ist die Errichtung eines Bewegungs-Parcours gewünscht, um „der steigenden­ Nachfrage nach Akti­vitäten an der frischen Luft“ nachzukommen.

Und ein Naturschwimmbad in der Ruhr ist ein CDU-Thema, damit „können wir endlich dem langgehenden Wunsch vieler Bürger- und Bürgerinnen unserer Stadt nachkommen“.

Bündnis 90/Die Grünen

Sport sei ein essenzieller Teil der Gesundheitsförderung und aktiver Lebensgestaltung, so die Grünen. „Dabei ist es aber auch wichtig, den Individualsport im Blick zu haben.“

Über die Schul- und Vereinsarbeit hinaus soll Gesundheit und Prävention in Zusammenarbeit mit Akteuren wie VHS, Stadtsportverband, Kreissportbund und Landessportbund stattfinden, „was ein verlässliches Raumkonzept mit ausreichender Grundausstattung erfordert“.

Weitere Programmpunkte: Wenn möglich, soll der Bestand der Schwimmstätten erweitern werden; bei der Instandhaltung der Kunstrasenplätze soll eine umweltverträglichen Entsorgung sichergestellt werden; es soll ein wald- und wildverträgliches Rad- und Mountainbike-Netz in den städtischen Wäldern geben sowie ausreichend Bänke und einen barrierefreien Rundweg für mehr Bewegung in der Natur.

FDP

Die Freien Demokraten wollen Hattingen fit halten: „Wir setzen uns für eine bedarfsgerechte und gut ausgebaute Infrastruktur für den Breiten- und Freizeitsport ein – durch kontinuierliche Sanierungen und Modernisierungen bestehender Sportanlagen.“ Das gelte für den Schulsport ebenso wie für den Vereinssport.

Erhalt und Weiterentwicklung des Freibades in Welper sowie des Hallenbades in Holthausen seien selbstverständlich. Zur Förderung der Schwimmfähigkeit von Kindern sollen die Maßnahmen des Aktionsplans „Schwimmen lernen in NRW 2019-2022“ in Zusammenarbeit mit den Sportvereinen und -verbänden aktiv genutzt werden. Die FDP spricht sich gegen die Schließung weiterer Bäder aus.

Die Partei

„Wir stehen dabei auch für moderne Sportarten, für die es bisher keine oder kaum Flächen gibt“, so die Ankündigung der Partei. Dazu sollen die Vereine ins Boot geholt werden – denn: „Nur mit den Experten können die Laien im Rat vernünftige Entscheidungen treffen“.

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