CDU

Hattingen: Nörenberg spricht sich für Merz als CDU-Chef aus

Gerhard Nörenberg (rechts) und Dr. Ralf Brauksiepe (links) mahnen zur Eile. Das Foto mit Ministerpräsident Armin Lascht entstand beim 75. Kreisparteitag der CDU Ennepe Ruhr im Mai 2018.

Gerhard Nörenberg (rechts) und Dr. Ralf Brauksiepe (links) mahnen zur Eile. Das Foto mit Ministerpräsident Armin Lascht entstand beim 75. Kreisparteitag der CDU Ennepe Ruhr im Mai 2018.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Der Hattinger CDU-Parteichef Gerhard Nörenberg fordert eine rasche Regelung der AKK-Nachfolge. Auch CDU-Kreisvorsitzender Ralf Brauksiepe drängt.

Als „ihre ganz persönliche Entscheidung“ wertet Gerhard Nörenberg den angekündigten Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer als Kanzlerkandidatin und Parteivorsitzende des CDU. „Wir müssen jetzt schnell darauf reagieren“, fordert der Partei- und Fraktionsvorsitzende des Hattinger CDU.

„Wir können nicht bis zum Sommer mit der Aufstellung eines Kanzlerkandidaten und bis zum Dezember mit der Wahl eines neuen Parteivorsitzenden warten“, sagte Nörenberg auf Anfrage der WAZ.

„Die CDU ist eine Partei der Mitte“

Das Personal, dass für die Aufgaben geeignet ist, sei benannt, so Nörenberg weiter. „Der neue Parteichef und Kanzlerkandidat muss deutlich machen, dass die CDU eine Partei der Mitte ist. Das hat zuletzt gefehlt.“ Gerhard Nörenberg macht keinen Hehl daraus, dass er sich Friedrich Merz an der Spitze der Bundes-CDU am besten vorstellen kann.

Zu Personen nicht äußern möchte sich Ralf Brauksiepe. Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Ennepe-Ruhr vertraut darauf, dass die Gespräche, die jetzt übers politische Personal geführt werden, „zu einer guten Lösung für die Partei führen“.

Brauksiepe wertet AKK-Rückzug als „traurig, aber richtig“

Annegret Kramp-Karrenbauers Entscheidung für den Rückzug von der Parteispitze bezeichnet Brauksiepe als „traurig, aber richtig“. Er schätze AKK als Person ebenso sehr wie ihre Arbeit. Allerdings sei mit der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen ein Zustand erreicht worden, an dem sie handeln musste.

„Ich hatte gehofft, dass ihr das Amt des Bundesverteidigungsministerin dabei helfen würde, politische Akzente zu setzen. Das war aber nicht so“, sagte Ralf Brauksiepe, der als Parlamentarischer Staatssekretär der Bundesregierung viele Jahre politische Verantwortung getragen hatte, bevor er Ende 2018 als Arbeitsdirektor zum Gelsenkirchener Wohnungsunternehmen Vivawest wechselte.

„Die CDU darf nicht nach rechts rücken“

Wie Nörenberg drängt auch Brauksiepe seine Partei zur Eile. „Wir dürfen nicht den Fehler der SPD wiederholen, monatelang ohne Parteispitze zu arbeiten“, warnte er. Politisch müsse die CDU die Mitte besetzt halten und dürfe nicht nach rechts rücken. Auch das habe die SPD falsch gemacht.

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