Corona-Soforthilfe

Hattingen: Mehr als 7300 Anträge aus dem EN-Kreis bewilligt

Mehr als 7300 Anträge auf Corona-Soforthilfe hat die Bezirksregierung für Solo-Selbstständige, Freiberufler, kleine und mittlere Unternehmen im Ennepe-Ruhr-Kreis bereits bewilligt.

Mehr als 7300 Anträge auf Corona-Soforthilfe hat die Bezirksregierung für Solo-Selbstständige, Freiberufler, kleine und mittlere Unternehmen im Ennepe-Ruhr-Kreis bereits bewilligt.

Foto: Martin Gerten / dpa

Hattingen.  In Hattingen und dem EN-Kreis wurde rege die Corona-Soforthilfe beantragt. Sparkasse und Volksbank haben bei Überweisungen genau hingeschaut.

Mehr als 7300 Anträge auf Corona-Soforthilfe hat die Bezirksregierung für Solo-Selbstständige, Freiberufler, kleine und mittlere Unternehmen im Ennepe-Ruhr-Kreis bereits bewilligt. „Seit Ende März sind im gesamten Regierungsbezirk Arnsberg 85 Prozent der Anträge auf Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitenden gefallen“, erklärt Ursula Kissel von der Pressestelle.

Zahlen liegen nur für den Ennepe-Ruhr-Kreis insgesamt vor, nicht für einzelne kreisangehörige Städte. Bis 19. Mai wurden 7334 Anträge genehmigt, auf den Dienstleistungsbereich entfielen 1963, auf Freiberufler in dem Bereich 1659. Das Handwerk ist mit 849 Anträgen dabei, der Einzelhandel mit 745 und das Gastgewerbe mit 622. Aus der Tourismusbranche im Kreis wurden 73 Anträge auf Soforthilfe genehmigt.

Hattingen ist eine überschaubare Mittelstadt ohne Clankriminalität

Die 9000 Euro Soforthilfe durch die Coronakrise hat nicht nur Notleidende auf den Plan gerufen – die Staatsanwaltschaft Essen ermittelt in mehr als 200 Fällen wegen Betrugs. Bei der Sparkasse Hattingen und der Volksbank Sprockhövel-Hattingen habe man bisher nicht einen einzigen Fall wegen Unregelmäßigkeiten melden müssen, melden die beiden heimischen Kreditinstitute. Offen ist, wie es in Filialen von Commerzbank, Deutscher Bank und Targo-Bank aussieht.

„Wir sind eine überschaubare Mittelstadt ohne Clankriminalität, kennen die Lebensumstände unserer Kunden“, erklärt Udo Schnieders, Marketingleiter der Sparkasse. Auch Thomas Alexander, der den Marketingbereich der Volksbank leitet, betont, dass man ein „Auge auf Auffälligkeiten gelegt habe, aber nichts gefunden wurde“.

Banken sind gesetzlich angehalten, bei den Geldbewegungen genau hinzuschauen

Gesetzlich waren die Banken zu Beginn der Sofortgelder-Auszahlungen angehalten worden, genau hinzuschauen, auf welchen Konten die 9000 Euro, beziehungsweise 15.000 Euro aufliefen. „Vor allem, wenn plötzlich neue Konten eröffnet würden, auf denen dann die 9000 Euro auftauchen, hätte uns das stutzig gemacht“, sagt Alexander. Beide Banken haben „trotz umfangreicher Recherchen“ nichts gefunden, was hätte gemeldet werden müssen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben