Fast-Food-Essen

Hattingen: Gewerkschaft fordert mehr Geld fürs Burger-Braten

„Dieser Hamburger einer großen Fast-Food-Kette kostet 4,29 Euro. Genau 28 Minuten muss ein Beschäftigter im Schnellrestaurant aktuell arbeiten, um sich diesen Burger selbst zu leisten“, schreibt die NGG zu ihren Forderungen.

„Dieser Hamburger einer großen Fast-Food-Kette kostet 4,29 Euro. Genau 28 Minuten muss ein Beschäftigter im Schnellrestaurant aktuell arbeiten, um sich diesen Burger selbst zu leisten“, schreibt die NGG zu ihren Forderungen.

Foto: IM / NGG

Hattingen.  Fast Food – in Hattingen etwa an der Kreisstraße mit McDonald’s und Burger King. Die Gewerkschaft NGG fordert mehr Geld für die Mitarbeiter.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis sollen die Beschäftigten in Fast-Food-Restaurants wie McDonald’s, Burger King und anderen mehr Geld bekommen – das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

„Die Mitarbeiter stehen rund um die Uhr an der Fritteuse oder an der Verkaufstheke – bekommen dafür aber meist nur den Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde“, kritisiert Isabell Mura von der NGG Südwest­falen. Die Gewerkschaft verlangt „armutsfeste Löhne“ von mindestens zwölf Euro pro Stunde. Profitieren würden davon auch die Beschäftigten bei Marken wie Starbucks, KFC, Nordsee, Vapiano, Tank & Rast und Pizza Hut.

Branchenprimus McDonald’s betreibt im Ennepe-Ruhr-Kreis vier Filialen

Allein der Branchenprimus McDonald’s betreibt im Ennepe-Ruhr-Kreis vier Filialen, unter anderem an der Kreisstraße in Hattingen.

Hintergrund ist die laufende Tarifrunde zwischen der Gewerkschaft NGG und dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS). Die Branche beschäftigt bundesweit rund 120.000 Beschäftigte in 3000 Restaurants und Cafés. „Es ist höchste Zeit, vom Mindestlohn-Image wegzukommen. Die Menschen haben für ihre harte Arbeit eine faire Bezahlung verdient“, betont NGG-Geschäftsführerin Mura.

„Milliardenschwere Konzerne zahlen so wenig, dass die Allgemeinheit einspringen muss“

Sie sagt: „Milliardenschwere Konzerne wie McDonald’s zahlen so wenig, dass die Allgemeinheit einspringen muss. Heute müssen die Steuerzahler die Löhne und später die Renten aufstocken, damit das Geld zum Leben reicht – hiermit muss endlich Schluss sein.“

Die Arbeitgeber hätten ein spürbares Lohn-Plus bislang vehement blockiert. „Die Wut der Beschäftigten ist groß. Wir rufen jetzt in ausgewählten Orten zu Protestaktionen und Warnstreiks auf, auch im Ennepe-Ruhr-Kreis könnte es noch vor der nächsten Verhandlung zu Ausständen kommen“, so die Gewerkschafterin. Die Tarifverhandlungen werden am 13. und 14. Februar in Stuttgart fortgesetzt. Es ist bereits die dritte Runde.

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