CORONA

Hattingen: Gesundheitsamt schließt Schulklassen wegen Corona

Positiv auf Corona getestete Schüler sowie Schüler, in deren familiären Umfeld es positive Fälle gibt, haben die Zahl der Corona-Erkrankten in Hattingen sprunghaft in die Höhe schnellen lassen.

Positiv auf Corona getestete Schüler sowie Schüler, in deren familiären Umfeld es positive Fälle gibt, haben die Zahl der Corona-Erkrankten in Hattingen sprunghaft in die Höhe schnellen lassen.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Sprunghaft in die Höhe geschnellt ist die Zahl der Corona-Erkrankten in Hattingen über das Wochenende. Das sind die Gründe und die Folgen.

Positiv auf Corona getestete Schüler sowie Schüler, in deren familiären Umfeld es positive Fälle gibt, haben die Zahl der Corona-Erkrankten in Hattingen über das Wochenende sprunghaft in die Höhe schnellen lassen. Mit der Gesamtschule in Welper, der Realschule Grünstraße, der Grundschule Heggerfeld und dem Berufskolleg des Ennepe-Ruhr-Kreises sind gleich vier Schulen in der Stadt betroffen.

Insgesamt 22 aktuell am Coronavirus Erkrankte meldete der Ennepe-Ruhr-Kreis für Sonntag, für Montag war es ein Corona-Erkrankter weniger. Mitte vergangener Woche hatte es in Hattingen noch „nur“ vier Corona-Fälle gegeben. Astrid Hinterthür vom Krisenstab des Ennepe-Ruhr-Kreises sagt, für den plötzlichen Anstieg gebe es „keine Erklärung“. Ob etwa Familienfeiern zu diesem geführt hätten, „darüber können wir bislang nur spekulieren“.

Neue Erkenntnisse können zu weiteren Aktivitäten führen

Ungeachtet dessen hat das Kreisgesundheitsamt an den betroffenen Schulen „je nach Lage der Dinge Klassen in den Distanzunterricht geschickt, Quarantänen ausgesprochen und die Personen bestimmt, die wir testen möchten. Weitere Ermittlungen laufen noch, neue Erkenntnisse können zu weiteren Aktivitäten führen“, berichtet Amtsärztin Dr. Sabine Klinke-Rehbein.

Einige Details: Während für eine siebte Klasse der Gesamtschule Hattingen inzwischen negative Testergebnisse vorliegen, befinden sich jetzt Teile der 11. Jahrgangsstufe im Distanzunterricht. An der Gesamtschule, so Hinterthür, gebe es einen bestätigten Corona-Fall, ebenso einen am Berufskolleg Hattingen.

An der Realschule Grünstraße gebe es dagegen im familiären Umfeld eines Schülers bestätigte Corona-Fälle. Auch hier, so der Kreis, habe man reagiert und drei Klassen (laut Schulleiter Jürgen Ernst eine Klasse) in den Distanzunterricht sowie einige Schüler aus klassenübergreifendem Unterricht in den Distanzunterricht geschickt. Ebenso werde an der Grundschule Heggerfeld nun eine Klasse außerschulisch unterrichtet. Auch hier, so Astrid Hinterthür, sei bislang indes kein Schüler nachweislich an Covid 19 erkrankt. Auswirkungen gibt es zudem auf den offenen Ganztagsbetrieb der Grundschule Heggerfeld.

Kreis will Dienstag möglichst viele Abstriche nehmen

Astrid Hinterthür sagt, der Kreis wolle am Dienstag von möglichst vielen Schülern der betroffenen Schulen Abstriche nehmen. Insgesamt sind für die nächsten Tage so viele Tests geplant, dass die mobile Diagnostik mit vier Fahrzeugen und die stationäre Diagnostik am Schwelmer Kreishaus sehr gut ausgelastet sein werden.

„Nach wie vor ist es unser Ziel, den Schülern Präsenzunterricht zu ermöglichen und größere Schließungen zu verhindern. Dies muss allerdings zur Vorgabe passen, Infektionsketten nachhaltig zu unterbrechen. Daher geht nichts über eine genaue Recherche der jeweiligen Sachlage“, betont Amtsärztin Sabine Klinke-Rehbein.

Lernen auf Distanz im Moment noch ganz gut zu realisieren

Jürgen Ernst, Schulleiter der Realschule Grünstraße, sagt derweil, angesichts der fortschreitenden Jahreszeit könne eine Zunahme der Corona-Fallzahlen „nicht wirklich überraschen“. Im Moment könne das Kollegium an seiner Schule für die betroffenen Schüler das Lernen auf Distanz aber noch ganz gut realisieren. Zumal man jetzt besser auf diese Art des Unterrichtens vorbereitet sei und auch die Schüler dafür inzwischen geschult seien.

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