Wirtschaft

Hattingen: Für Firmen geht es in Corona-Krise leicht bergauf

Dirk W. Erlhöfer, Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen, zu denen die Betrienbe in Hattingen gehören.

Dirk W. Erlhöfer, Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen, zu denen die Betrienbe in Hattingen gehören.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Weiterhin verunsichert sind viele Unternehmen im Mittleren Ruhrgebiet. Immerhin: Etliche Firmen machen einen leichten Aufwärtstrend aus.

Die wirtschaftliche Lage im Mittleren Ruhrgebiet entspannt sich etwas. Das geht aus der aktuellen, branchenübergreifenden Unternehmensbefragung der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen, die auch für den Bereich Hattingen zuständig sind, hervor.

Firmen sprechen von befriedigender bis guter Geschäftslage

Etwa zwei Drittel der überwiegend industriell geprägten Unternehmen sprechen von einer befriedigenden bis guten Geschäftslage. 55 Prozent erwarten in den nächsten Monaten zumindest gleichbleibend gute, wenn nicht sogar bessere Geschäfte. „Die Ergebnisse stimmen mich positiv, sind aber noch kein belastbarer Beleg für eine dauerhafte Erholung“, sagt Dirk W. Erlhöfer, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen. „Mit Blick auf die kalte Jahreszeit und weiter steigende Corona-Zahlen ist die Verunsicherung in den Unternehmen nach wie vor groß“, betont er. Kurzarbeit spielt in vielen Betrieben immer noch eine wichtige Rolle.

Immerhin sorge dieses Instrument bislang dafür, dass Entlassungen die Ausnahmen geblieben sind, heißt es bei den Arbeitgeberverbänden. Lediglich drei der befragten Unternehmen hätten sich aufgrund der Corona-Pandemie dazu gezwungen gesunken, Personal zu entlassen.

In vielen Betrieben hat es einen Digitalisierungsschub gegeben

Aber nicht nur Kurzarbeit, Auftragseinbrüche und Investitionsstopps kennzeichnen die Krise. Sie hat offenbar auch positive Effekte: So habe es in vielen Betrieben einen Digitalisierungsschub gegeben. Viel mehr Beschäftigte arbeiten mobil und/oder im Home-Office.

Und: Ein Viertel der Unternehmen meldet einen stärker ausgeprägten Teamgedanken. „Belegschaft und Chefetage sind enger zusammengerückt und meistern diese Krise gemeinsam. Das ist ein gutes Zeichen“, findet Dirk W. Erlhöfer. Angesichts steigender Corona-Fälle im Inland und in immer mehr europäischen Ländern sei die Krise aber längst nicht überwunden. „Man kann nur an das Verantwortungs­gefühl des Einzelnen appellieren, um nicht sehenden Auges von einer zweiten Welle erfasst zu werden. Denn das verkraftet unsere Wirtschaft garantiert nicht“, so Dirk W. Erlhöfer.

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