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Hattingen: Fahrräder Hecken ist Vorreiter bei E-Bikes

Nicht ohne sein Team: Andreas Hecken (Mitte) ist Inhaber des Geschäfts Fahrräder Hecken in Hattingen. Ihn unterstützen u.a. Christian Taschner und Melanie Hecken.

Nicht ohne sein Team: Andreas Hecken (Mitte) ist Inhaber des Geschäfts Fahrräder Hecken in Hattingen. Ihn unterstützen u.a. Christian Taschner und Melanie Hecken.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Beratung und Service sind Andreas Hecken, Inhaber von Fahrräder Hecken in Hattingen, wichtig. Warum er die Hersteller sehr sorgfältig auswählt.

Das Geschäft mit der Hausnummer 14 im Steinhagen in Hattingen hat 14 Schaufenster: Dort zeigt Andreas Hecken, Inhaber von „Fahrräder Hecken“, nicht nur Zweiräder, sondern auch lustige Radklingeln, nützliche Taschen und was sonst noch so zum Thema Fahrrad gehört.

Heckens Leidenschaft ist die Beratung. Für die nimmt er sich so viel Zeit, wie der Kunde braucht. Frühzeitig schon hat er sich auf E-Bikes spezialisiert. „Als ich mich 2008 selbstständig gemacht habe, habe ich überlegt. Mountain-Bikes und Rennräder gab es überall. E-Bikes dagegen damals kaum“, erklärt der 53-Jährige.

Service und Beratung sind Andreas Hecken im Fahrrad-Geschäft in Hattingen wichtig

Zuvor hatte er in einem Fahrrad-Geschäft in Bochum gearbeitet. „Da habe ich oft gedacht, dass ich Dinge anders machen würde als mein damaliger Chef.“ Er spürte: Wenn ich etwas anders machen will, dann muss ich einen eigenen Laden eröffnen.

https://www.waz.de/staedte/hattingen/jetzt-den-newsletter-mit-hattinger-nachrichten-abonnieren-id227867855.html Den eröffnete er dann zunächst in der Nähe des Altstadt-Parkhauses. Bis 2012 war er dort. „Dann brauchte ich mehr Platz“, erklärt er den Umzug zum Steinhagen. 200 Quadratmeter Verkaufsfläche hat er hier, dazu kommen Werkstatt, wo auch Hollandräder und Co. repariert werden, sowie Nebenräume mit noch einmal 100 Quadratmetern. „Eigentlich platzen wir wieder aus allen Nähten, aber nun bleibe ich hier“, hat er entschieden. Bereut hat er den Schritt nicht. „Auch wenn manches viel mehr Arbeit ist, als ich damals vermutet habe.“

Von der Klingel bis zum Luxus-E-Bike reicht das Angebot bei Fahrräder Hecken

Hecken, der seit seinem dritten Lebensjahr in Hattingen wohnt, betont, dass die Arbeit nur mit seinem Team möglich ist. Vier Mitarbeiter beschäftigt er. Darunter Melanie Hecken (51). Sie ist es, die die lustigen Fahrradklingeln, die vor dem Geschäft stehen in unmittelbarer Nähe eines Draht-Zier-Rades mit Blumentöpfen, auswählt. Da ist ein Basketball, an den Hände schlagen, da probieren Passanten Klingeln mit Herzen, Blümchen, Augen – oder in Form einer asiatischen Teekanne aus. Auch Klingeln für Fußballfans vieler Vereine fehlen nicht. „Eine Klingel kaufen Touristen auch gerne als Mitbringsel“, weiß sie.

Das Geschäft lebt von Stammkunden ebenso wie von Radtouristen. Ihretwegen nimmt Hecken für samstags keine Reparaturtermine an. „Denn dann kommen die Radreisenden mit Problemen mit dem Fahrrad, sie wollen schnell weiter, da helfen wir dann“, sagt Andreas Hecken.

Nur deutsche Hersteller vertreibt Andreas Hecken

An einer Wand hängen Sattel-Modelle, Regenschutz, Fahrradketten, Helme, Rückspiegel, Gepäckträger, Luftpumpen – es gibt reichlich Zubehör. Und vor dem Laden steht auch ein Rad-Anhänger zum Transport für Hunde. „Bekleidung hingegen bieten wir nicht viel an, das ist ein zu weites Feld.“ Denn das Hauptaugenmerk gilt den Fahrrädern. Da ist vom Kinder-Laufrad über Kinder- und Jugendräder bis hin zum E-Bike vieles dabei von Herstellern wie Kalkhoff, Flyer, Victoria, Bergamont, Velo de Ville, Conway, Puky Noxon, BBF.

„Wir haben fast nur deutsche Hersteller – und davon inzwischen auch einige aussortiert.“ Hecken erklärt, warum: „Die E-Bikes ist zumeist ähnlich gebaut. Wir gucken, wer schnell Ersatzteile liefert, mit wem wir gut zusammen arbeiten, damit wir auch einen entsprechenden Service bieten können.“

Hochsaison ist normalerweise von März bis Juni – in diesem Jahr aber hält sie an

Denn der ist Hecken neben der Beratung wichtig. Nicht umsonst hat er vor einiger Zeit eine Auszeichnung als „ehrlicher Händler“ bekommen, wovon ein Aufkleber in Türnähe zeugt.

Normalerweise hat Hecken Hochsaison von März bis Juni. „Aber in diesem Jahr scheint das wohl bis November zu gehen“, erklärt er. „Vielleicht sind weniger Menschen in Urlaub gefahren, gönnen sich ein Rad.“

Probefahren ist bei Fahrräder Hecken eine Selbstverständlichkeit

Nicht selten erlebt Hecken, dass Menschen beispielsweise ungesehen ein Rad im Netz kaufen – und dann damit irgendwann bei ihm landen, den Service suchen. Denn Räder müssten angepasst werden. Probefahren hält er für wichtig.

Bei der Eröffnung damals hat er zwar schon an die Zukunft der E-Bikes geglaubt, aber nicht daran, dass sie so einen Erfolg haben würden. Bunt ist das Angebot inzwischen – oft auch im wahrsten Sinne des Wortes. Gern bringt Hecken sich in Hattingen ein, wenn er etwas für sinnvoll hält: den Fahrrad-Frühling beispielsweise.

E-Bikes können auch geleast werden

Die 14 Schaufenster dekoriert das Team übrigens selbst. „Zum Glück liegen die Fenster im Schatten, sonst würden die Taschen und Trinkflaschen ausbleichen.“ Über sie hinweg blickt der Interessierte in den Laden auf viele, viele E-Bikes. Die übrigens auch geleast werden können.

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