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Hattingen: Europasekretärin liebt ihren Budenzauber

Stefanie Degener ist Inhaberin des Geschäfts „Budenzauber“ in Hattingen, zu dem viele Kunden aus der ganzen Region kommen. Spezialisiert ist sie auf skandinavische Wohnaccessoires.

Stefanie Degener ist Inhaberin des Geschäfts „Budenzauber“ in Hattingen, zu dem viele Kunden aus der ganzen Region kommen. Spezialisiert ist sie auf skandinavische Wohnaccessoires.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Jedes Teil im Geschäft „Budenzauber“ in Hattingen hat Inhaberin Stefanie Degener liebevoll ausgewählt. Warum Kunden aus der ganzen Region kommen.

Wer das Besondere sucht, wird im „Budenzauber“ in Hattingen von Stefanie Degener fündig. In einem Fachwerkhaus an der Johannisstraße 4 verkauft die ehemalige Europasekretärin ausgesuchte Wohnaccessoires.

Eine wahre Fundgrube ist der gemütliche Laden. 2005 hat Stefanie Degener (52) „Budenzauber“ eröffnet – und seitdem das Sortimente kontinuierlich vergrößert. „Ich war Europasekretärin, wir haben über dem Laden gewohnt. Da wurde dann das Erdgeschoss frei“, berichtet die dreifache Mutter.

Stefanie Degeners Geschäft Budenzauber in Hattingen bietet nordischen Landhausstil

Sie überlegte sich, ein Geschäft zu eröffnen, habe Wohnzeitschriften durchgeblättert und festgestellt, dass dänischer Landhausstil beliebt ist. Mit Artikeln der Firma Greengate startete sie.

„Begonnen habe ich dann erst halbtags, ich bin da sehr blauäugig drangegangen. Dann hat sich das Geschäft sehr entwickelt. Und ich kam auch mal raus. Eine Dekoseite steckt immer schon in mir.“ Von Teetassen mit Rosenmuster und passendem Muster über Besteck, Kissen, ausgefallene Küchenhandtücher, lustige Weinflaschen-Korkenköpfe, Küchenutensilien bis hin zu hochwertigen Wachstuchtischdecken, beschreibbare Tischkarten und Weingläser mit Spitzendeckenornament gibt es reichlich Schönes und Nützliches zu entdecken.

Zwei Mal im Jahr fliegt die Ladeninhaberin in den Norden

Zwei Mal im Jahr fliegt Stefanie Degener in den Norden, um auszuwählen, was sie in ihrem Geschäft anbieten möchte. Zudem besucht sie Messen in Hamburg und Frankfurt. Von dort bringt sie u.a. handgemachte Grußkarten mit.

Farbenfroh ist vieles, aber es auch Schwarz-Weißes oder Erdtöne. Längst hat sie auch schwedische Firmen im Angebot, in diesem Jahr kam mit Funky Doris eine norwegische dazu. Derzeit ist sie in Gesprächen mit der finnischen Firma Marimekko. „Die Firmen fragen schon nach, welches Angebot man hat und wie das Geschäft ist, um zu sehen, ob das zu ihnen passt“, berichtet Stefanie Degener.

Budenzauber-Team ist aufeinander eingeschworen

Drei Mitarbeiterinnen hat Stefanie Degener und schwärmt: „Wir sind ein eingeschworenes Team.“ Die Kunden kommen nicht nur aus Hattingen, sondern eigens für „Budenzauber“ aus der ganzen Region. „Ohne diese Stammkunden könnte ich auch nicht überleben.“ Sie kämen, weil es diese Marken eben nicht überall gebe. „Und vieles muss man auch selbst sehen und anfassen.“ Laufkundschaft ist hier eher selten. Allerdings, lobt Degener, sei die Lage mit der Nachbarschaft „Maschenprobe“ und „Musiktruhe“ gut. „Wer seine Geige zum Reparieren bringt, schaut in der Zwischenzeit mal hier vorbei“, weiß sie.

In den Laden lockt sie viele mit den Blechschildern mit witzigen Sprüchen, die sie vor dem Fachwerkhaus auslegt. „Dadurch kommen auch schon mal Männer rein“, schmunzelt sie.

Schönes für Babys, Kinder und Erwachsene möchte Budenzauber bieten

Bambus-Baumwolldecken für Kinder, österreichische Schlafsäcke, Lätzchen, süße Rasseln und Schnullerketten sowie Spielzeug von „Maileg“, das sich auch Erwachsene selbst einmal gerne kaufen – auch das gibt es im „Budenzauber“. Ebenso wie witzige Filzeierwärmer und duftende Seifen. Oder darf es ein „Välkommen“-Schild sein? Taschen der Marke Aspegren finden sich in einem Regal. „Ich führe auch die Firmen Fussenegger, Klippan, Bengt & Lotta sowie Björn Wiinblad, Nordal, IB Laursen, Zassenhaus.“

In Hattingen ist Stefanie Degener gerne mit ihrem Geschäft. „Es passt hierher.“ Und bleibt. Dabei hatte ihr die Firma „Greengate“ schon mal nahegelegt, in Münster ein zweites Geschäft zu eröffnen. „Sie haben gesagt, da würde mir ein Mal am Tag das Geschäft leer gekauft. Das ist dann eben doch noch der Unterschied zu Hattingen.“

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