Coronavirus

Hattingen: Corona-Fälle an zwei Krankenhäusern

Nach dem Corona-Ausbruch im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Niederwenigern gibt es dort keine weiteren Infektionen, auch die betroffenen Patienten sind weitestgehend symptomfrei

Nach dem Corona-Ausbruch im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Niederwenigern gibt es dort keine weiteren Infektionen, auch die betroffenen Patienten sind weitestgehend symptomfrei

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Bei den Corona-Neuinfektionen fielen zuletzt Krankenhäuser in Hattingen auf. Derzeit scheint die Lage aber stabil.

Täglich veröffentlicht der Ennepe-Ruhr-Kreis Informationen zum aktuellen Infektionsgeschehen in den Städten des Kreises. Zuletzt rückten dabei auch Krankenhäuser in den Fokus. Zunächst wurde ein Corona-Ausbruch am St. Elisabeth-Krankenhaus in Niederwenigern gemeldet (die WAZ berichtete), am Montag hieß es dann, es gebe auch im Evangelischen Krankenhaus (EvK) und in der Rehaklinik Corona-Fälle. Schon am Dienstag stellt sich die Lage aber etwas anders dar.

Widersprüchliche Aussagen zur Lage am EvK

Der Meldung eines positiven Coronafalls am Evangelischen Krankenhauses, hatte der Klinikverbund noch am Abend der Pressemitteilung widersprochen. Auf Anfrage der WAZ hat der Kreis diese Unklarheit nun aufgeklärt: Demnach sei ein Patient wegen einer anderen Sache und ohne Corona-Symptome eingeliefert worden. Der Test sei dann „überraschend positiv“ gewesen und der Patient sofort in ein anderes Krankenhaus außerhalb des Ennepe-Ruhr-Kreises verlegt worden, so Kreis-Sprecherin Franziska Horsch. „Es gab allerdings keine ungeschützten Kontakte“, so Horsch weiter. Die zunächst gemeldete Kontaktpersonenermittlung und -testung gelte demnach nicht im EvK.

Strenge Regeln an der Vamed Klinik

An der Vamed-Klinik in Holthausen hingegen gibt es mindestens einen Corona-Fall, die besagte Kontaktpersonenermittlung und -testung läuft. Das habe allerdings „keinerlei Auswirkungen auf den Klinikbetrieb“, wie Kliniksprecher Volker Martin erläutert. „Wir fürchten auch keine Verbreitung.“ Ohnehin gelten in der Rehaklinik strengere Hygieneregeln und Schutzmaßnahmen, da viele Patienten zur Hochrisikogruppe gehören, so Martin weiter.

Insbesondere für Besucher gelten hier strenge Regeln: Es gibt feste Besuchspersonen, Besuchszeiten sowie zeitliche Begrenzungen für die Besuche und Besucher aus Corona-Hotspots (Sieben-Tage-Inzidenz über 50) werden nicht eingelassen. Hier stehe der bestmögliche Schutz der Patienten im Mittelpunkt, die sich hauptsächlich mit neurologischen Erkrankungen in der Rehaklinik befinden, wirbt der Kliniksprecher für Verständnis.

Stabile Lage in Niederwenigern

Im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Niederwenigern hatte es in der vergangenen Woche einen vergleichsweise größeren Ausbruch gegeben: Zwölf Patienten und drei Mitarbeiter waren positiv getestet worden, die betroffene geriatrische Station war sofort isoliert und ein Aufnahmestopp verhängt worden.

Mittlerweile gibt es von hier aber gute Nachrichten: „Die Patienten sind weitestgehend symptomfrei“, erklärt Sprecherin Tanja-Liebelt. Noch seien acht stationär aufgenommen, da sie „auf pflegerische Hilfe angewiesen“ seien und daher nicht entlassen werden könnten. Denn mit positivem Coronatest dürfen sie weder in ihr Pflegeheim zurück, noch von einem ambulanten Pflegedienst versorgt werden. „Sonst wären sie alle entlassfähig“, betont Liebelt.

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