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Hattingen: Cityfoto setzt auf Ausgefallenes und Qualität

Erig Heidenreich ist Inhaber des Foto-Fachgeschäfts Cityfoto in Hattingen.

Erig Heidenreich ist Inhaber des Foto-Fachgeschäfts Cityfoto in Hattingen.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Im Geschäft Cityfoto von Erig Heidenreich in Hattingen gibt es neben Bilderrahmen, Fotoalben und analogen Fotofilmen auch Passbilder und mehr.

Schwierig sei es in seiner Fotofachgeschäft-Branche geworden. „Sie ist vom Aussterben bedroht.“ Das schickt Erig Heidenreich, Inhaber von Cityfoto in Hattingen, gleich vorweg. Dennoch führt er sein Foto-Fachgeschäft sehr gern.

Postkarten und Bilderrahmen stehen in Ständern vor dem mit 58 Quadratmeter recht kleinen Ladenlokal an der Langenberger Straße 3. Im Schaufenster sind Rahmen wie Kameras ausgestellt. Doch Innen gibt es weit mehr als das.

Im Foto-Fachgeschäft Cityfoto in Hattingen gibt es ein großes Angebot rund ums Bild

Fotoalben in Hülle und Fülle warten auf fotografierte Erinnerungen. Einige tragen schon Ländernamen auf dem Titel. Andere sind aus Leinen. Bei den Bilderrahmen dürfte so ziemlich jeder Geschmack abgedeckt sein – von schlicht bis sehr verspielt reicht die Palette. Und auch Passepartouts gibt’s. Die Regale an den Längsseiten sind voll, laden zum Stöbern ein. Fotosichthüllen, sogar Bildpost-Karten zum Gestalten hält Heidenreich (55) vor.

„Früher haben wir viel stärker als heute Erinnerungen verkauft“, schwärmt Heidenreich. Im Geschäft stehen in einer schmalen Vitrine persönliche Erinnerungsstücke: Seine Kameras von 1950 bis 2000. Da kamen eine Menge zusammen.

Beim Kameraverkauf setzt Erig Heidenreich auf Beratung

Kameras gibt es bei Heidenreich übrigens immer noch. „Allerdings werden sie nur noch selten nachgefragt.“ Ein bis zwei Modelle aus jeder Klasse hat er vorrätig, berät sehr gerne – gleich, ob es um eine Kompakt- oder Spiegelreflexkamera geht. „Wir erklären den Kunden die Kamera, bieten einen guten Service und Garantie.“ Canon, Nikon, Panasonic, Fuji, Casio, Olympus, Sony Europapartner: Heidenreich kann viel bestellen. Auch wenn er sagt, dass es für kleine Fachgeschäfte inzwischen schwierig sei, mit den Herstellerfirmen zu verhandeln.

Noch zu haben sind bei ihm auch ganz klassisch Filme für analoge Fotoapparate – und zwar in großer Auswahl. Sie stehen im Regal hinter dem Tresen, in guter Gesellschaft mit einer Vielzahl von Batterien, Speicherkarten, außerdem Fotozubehör wie Taschen.

Cityfoto ist Mitglied im Fotoverbund Ringfoto

Fotos ausdrucken können Kunden an einem Gerät sofort. „Wir verwenden nur qualitativ hochwertiges Papier“, erklärt Heidenreich. Tassen, Kissen, Puzzles und Ähnliches mit privatem Fotomotiv können bestellt werden, auch Fotos im Labor.

Heidenreich, dessen Geschäft zum Fotoverbund Ringfoto gehört, hat schon seine Ausbildung in einem Foto-Fachgeschäft absolviert – damals in Herne. Seine Ausbilderin dort war die Frau, der das Geschäft in Hattingen gehörte. Hier hatte er selbst erst als Angestellter gearbeitet, bevor er Cityfoto dann 1999 übernahm. Das Geschäft selbst gibt es seit 1986.

Pass- und Bewerbungsbilder nimmt Cityfoto auf

Ganz klassisch Passfotos oder Bewerbungsbilder können Kunden bei Cityfoto machen lassen. „Außerdem habe ich hier den Paketdienst GLS und DPD. Und Fotokopien können bei uns auch gemacht werden“, erklärt der Inhaber. Mit uns meint er sich, eine Vollzeitangestellte und drei Kräfte auf 450-Euro-Basis.

Die Lage des Geschäfts sei „top“. „Früher war hier nebenan eine Rolltreppe, das war nicht gut. Aber jetzt ist die Straße ein gut frequentierter Durchgang.“ Gegenüber liegt der Kaufland-Eingang, viele Stadtbesucher kommen hier auf dem Weg zum Bahnhof oder zum Reschop-Carré vorbei. Allerdings kommen doch zumeist Stammkunden ins Fachgeschäft. „Von verkaufsoffenen Sonntagen oder dem Weihnachtsmarkt profitiere ich nicht.“

Kontakt zu anderen Einzelhändlern ist gut

Als gut beschreibt Heidenreich den Kontakt zu den anderen Einzelhändlern. „Die gibt es hier ja wenigstens noch, auch wenn sie in den letzten Jahren weniger geworden sind.“

Spaß macht ihm nach all’ den Jahren immer noch der Kundenkontakt, das Gespräch, erklärt Erig Heidenreich, der seinen ausgefallenen Vornamen seinem Vater verdankt. „Er wollte einen besonderen Namen. Da hat er sich das G am Ende einfallen lassen. Das Standesamt wollte den Namen nicht. Mein Vater hat dickköpfig ein halbes Jahr gekämpft – und es geschafft.“

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