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Hattingen bietet hochwertige Konzerte zum kleinen Preis

Tenor Andreas Post und Florian Geldsetzer, Annette Meier-Krüger und Sampo Korkeala von den Essener Philharmonikern gaben gemeinsam mit

Tenor Andreas Post und Florian Geldsetzer, Annette Meier-Krüger und Sampo Korkeala von den Essener Philharmonikern gaben gemeinsam mit

Foto: Barbara Zabka

Hattingen.   Mit ihrem guten Ruf locken die St.-Georgs-Konzerte erstklassige Profimusiker nach Hattingen. Wie die mithelfen, dass der Eintritt günstig bleibt:

Es war einer der Höhepunkte der 45. Spielzeit der St.-Georgs-Konzerte: Am Ostermontagabend sang Tenor Andreas Post, begleitet von den Streichern der Essener Philharmoniker in der Kirche vor etwa 100 Zuhörern. Für die Gemeinde sind es diese Konzerte, mit denen sie sich musikalisch einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet hat. Für Besucher ist die Reihe eine Chance, qualitativ hochwertige Musiker für wenig Geld zu erleben.

„Es war ein Glücksfall, weil Andreas Post unserer Kirche besonders verbunden ist, machte er das Angebot, kostenlos aufzutreten“, erklärt Pfarrer Udo Polenske. Dafür gab es statt des üblichen Karfreitagskonzerts dieses Mal den Auftritt am Ostermontag. In kommenden Jahr, so kündigt er an, sei aber wieder ein Konzert am Karfreitag geplant.

Programm für die Spielzeit 2021/22 wird vorbereitet

Schon jetzt arbeitet Kirchenmusikerin María Cristina Witte am Programm für die Spielzeit 2021/22. „Nach dem Konzert ist vor dem Konzert. Wir planen gut ein Jahr im Voraus“, sagt Polenske. Nötig wird das auch, weil gute Musiker früh kontaktiert werden müssten. Denn auf Qualität legt die St.-Georgs-Gemeinde größten Wert. Außerdem achtet Witte darauf, dass die Künstler aus der Region kommen und, dass es in jeder Spielzeit einen Mix gibt von Akteuren, die schon zu Gast waren und neuen. In der nächsten Spielzeit ist zum Beispiel Bochum barock, das Spezialensemble der Bosys, dabei.

Dabei profitiere man von dem guten Ruf, den sich die Kirche als Veranstaltungsort aufbauen konnte. Jeden Monat erreichen die Gemeinde Anfragen für die Konzerte, die man leider nicht selten ablehnen müsse – weil es nicht ins Programm passt, oder weil die Qualität nicht den Ansprüchen genügt.

Konzert-Reihe trägt sich finanziell selbst

„Durch unseren guten Ruf, haben wir die Möglichkeit, auch Spitzenensembles zu bekommen“, freut sich der Pfarrer. Und die kommen der Gemeinde aus Verbundenheit oder Begeisterung für den Spielort oft finanziell entgegen. „Die Reihe trägt sich selbst“, sagt Polenske. Ziel sei es nicht, Geld zu machen. Bleibt doch ein Überschuss, erhöht die Gemeinde gern das Honorar ihrer Künstler etwas.

Durch die geringen Gagen, ist es auch möglich, weiterhin Konzerte für den relativ niedrigen Eintrittspreis von zehn Euro anzubieten. Das soll auch so bleiben: „Jeder soll die Möglichkeit haben, sich hier ein Spitzenkonzert anzuhören“, begründet Polenske. Dazu tragen natürlich auch die vier bis fünf ehrenamtlichen Helfer bei, die jedes Konzert mit vorbereiten.

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