Am Ende der Woche

Hattingen: Bei Corona haben Bürger viel selbst in der Hand

Ulrich Laibacher, Leiter der WAZ-Redaktion Hattingen

Ulrich Laibacher, Leiter der WAZ-Redaktion Hattingen

Foto: Volker Speckenwirth / WAZ

Hattingen.  Das Durcheinander bei den vielen Bestimmungen zur Corona-Pandemie nervt die Hattinger. Warum die Selbstverantwortung so wichtig bleibt.

Das Beherbergungsverbot in Hotels – angeordnet und gekippt. Die Sperrstunde in Gaststätten – angeordnet und gekippt. Dazu sich ständig ändernde Corona-Schutzbestimmungen für die Stadt, den Kreis, das Land, den Bund. Es geht mächtig durcheinander in diesen Tagen, in denen die Zahl der Infizierten wieder steil nach oben klettert.

Dass in die Interessenkonflikte zwischen Medizin und Politik, Wirtschaft und Verwaltung nun auch immer stärker die Gerichte eingreifen, kann niemanden verwundern. Schließlich geht es nicht zuletzt um das Abwägen zwischen dem Wohl der Allgemeinheit und den Persönlichkeitsrechten des Einzelnen. Da liegen die Nerven mitunter blank. Und der Ruf nach dem Richter nahe.

Wir werden das alles nachholen können

Zwei Dinge sollten darüber allerdings nicht in Vergessenheit geraten. Nicht nur die Gesundheitsbereiche der Städte und Gemeinden arbeiten seit Monaten am Anschlag. Die gesamten Stadtverwaltungen kommen mit den immer neuen Änderungen und Herausforderung kaum noch hinterher. Das sorgt für Unmut auf beiden Seiten, bei den Bürgern wie in den Amtsstuben.

Und: Mit einer Rückbesinnung auf die Selbstverantwortung wäre schon viel erreicht. Niemand hindert uns daran, Abstand zu haltern, auf große Feiern zu verzichten, den Urlaub zu verschieben. Wir werden das alles nachholen können. Wenn wir gesund bleiben.

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