Stadtpolitik

Hattingen: Arbeitsgruppe soll Rats-TV jetzt anschieben

Blick in die Gebläsehalle: Der neue Rat der Stadt Hattingen tagte am Donnerstagabend zum ersten Mal.

Blick in die Gebläsehalle: Der neue Rat der Stadt Hattingen tagte am Donnerstagabend zum ersten Mal.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Über das Live-Streaming von Ratssitzung wird in Hattingen seit Jahren gestritten. Jetzt soll sich eine Arbeitsgruppe mit dem Thema beschäftigen.

Ratssitzungen sollen bald ins Internet gestreamt werden , da sind sich alle Fraktionen einig. Zunächst soll aber eine Arbeitsgruppe jede Menge Fragen zur Umsetzung klären, etwa zu Persönlichkeitsrechten und der zukünftigen Debattenkultur im Rat (z.B. Tisch- oder Podiumsreden). Der gemeinsame Antrag von Bündnis 90/Die Grünen und FDP wurde am Donnerstagabend mehrheitlich angenommen.

Fraktionschefs schießen bei der Diskussion Giftpfeile

Zuvor hatten die Fraktionschefs einige Giftpfeile geschossen. Nachdem Gilbert Gratzel (FDP) den Antrag vorgestellt hatte, meinte Achim Paas (SPD): „Das ist ganz mein Humor: Die Verhinderer von gestern treten als Macher von heute auf.“ Gerhard Nörenberg (CDU) dazu: „Herr Paas, ich kenne bei ihnen gar keinen Humor.“

Die SPD versuchte mit einem eigenen Antrag, das Thema in den neuen Unterausschuss für Digitalisierung zu schieben. Doch die Mehrheit aus CDU, Grünen, FDP und Bürgermeister Glaser votierte für eine Arbeitsgruppe. Hierfür soll jetzt jede Ratsfraktion zwei Mitglieder abstellen, die das Thema Rats-TV in mehreren Sitzungen anschieben sollen.

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