Kinderbuch

Hase Loulou

Foto: WAZ FotoPool

Hattingen.  Kinderbuchautorin Corinne Gülpen-Aertz aus Niedewenigern erzählt die Geschichte eines Hattinger Hasen, der in die Freiheit hopst.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Hase Loulou ist keine Phantasiegestalt. Es gibt ihn wirklich und er lebt in Niederwenigern. Er ist ein sehr freiheitsliebender Hase, dem es immer wieder gelungen ist auszubüchsen und der dabei und auch im Alltag viele Abenteuer erlebt. Dass er eigentlich kein Hase, sondern eine Kaninchendame ist, tut an dieser Stelle nichts zur Sache, denn hier geht es vor allem um Corinne Gülpen-Aertz, die Loulous Abenteuer hautnah miterlebt und schließlich seine Geschichte aufgeschrieben hat.

Die 44-Jährige hat sich nie bewusst dazu entschieden Kaninchen zu halten. Im Gegenteil: „Die Kaninchen sind immer vom Himmel gefallen“, sagt sie lachend. Ihr erstes war Minnie, die sie damals von einer Freundin übernahm. „Weil sie nicht allein sein sollte, haben wir dann die Loulou vom Niederrhein bekommen“, erzählt Gülpen-Aertz. Minnie ist inzwischen längst im „Kaninchenhimmel“ und Loulou lebt bei einer anderen Familie in Niederwenigern, in einem großen Garten, aber Gülpen-Aertz ist den Nagern treu geblieben. Lilli und Micky, heißen die beiden Widderkaninchen, die jetzt im Freilauf hinter ihrem Haus leben.

„Loulou“ ist ein französisches Kosewort, erklärt die Autorin, die sich selbst als Deutsch-Französin bezeichnet. Geboren ist sie in Aachen. In Taiwan und Freiburg hat sie Sinologie und Soziologie studiert. Später hat Gülpen-Aertz eine Zeit lang in Frankreich gelebt und gearbeitet, in Grenoble und Paris. Im Jahr 1998 zog sie zusammen mit ihrem Mann ins Ruhrgebiet und dann dauerte es nicht mehr lang bis sie Minnie und Loulou bekamen.

Loulou war von klein auf besonders vorwitzig und so gab es viel zu erzählen, davon, was das Kaninchen wieder alles angestellt hatte. Corinne Gülpen-Aertz hat selbst keine Kinder, aber ihre drei Neffen, die heute 9, 11 und 13 Jahre alt sind, lauschten früher gespannt den Geschichten über Loulou.

Die drei Jungs, die übrigens alle aussehen wie Michel aus Lönneberger, wenn man ihrer Tante glauben schenken darf, „haben den Episoden aus Loulous Leben mit offenen Mündern gelauscht“, erinnert sich die Tante. Und sie waren immer sehr wissbegierig, fragten etwa: „Wie habt ihr sie denn wiedergefunden?“ – nachdem es dem Kaninchen nicht nur gelungen war aus dem Freilauf auszubrechen, sondern sich auch noch in eine Tiefgarage abzusetzen. Und auch die Nachbarskinder seien begierig darauf gewesen von Loulous Abenteuern zu hören, so die Autorin.

Irgendwann hat sich Corinne Gülpen-Aertz dann hingesetzt und hat damit begonnen die Erzählungen aufzuschreiben. Doch bis sie das fertig Buch in den Händen halten konnte, war es ein langer Prozess. Es ist ihr erstes Buch und, so die Autorin: „Es ist sehr sehr schwer für so ein leises Buch überhaupt einen Verlag zu finden.“ Aber jetzt, passend zum baldigen Schulanfang ist das Lese- und Vorlesebuch mit farbigen Illustrationen von Eva Houben erschienen und ab sofort ist es im Buchhandel und als E-Book erhältlich. Doch Gülpen-Aertz hat weitere Pläne für ihr Werk. Es soll dreisprachig veröffentlicht werden, auf Deutsch, Englisch und Französisch in einem Buch, schließlich würden auch heute schon in Kindergärten Fremdsprachen unterrichtet, dabei könnte man es dann einsetzen. Übersetzen lassen hat sie die Geschichte bereits. Und auch über eine Fortsetzung denkt die 44-Jährige nach. „Ich denke, dass die dann aber Fiktion wird. Was mir vorschweben würde ist ein Ausflug von Loulou in den Gruga-Park.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben