Gericht

Grapsch-Vorwürfe: Pfleger zieht Berufung zurück

Im Tom-Mutters-Haus der Lebenshilfe hatte der Pfleger bis zum Bekanntwerden der Vorwürfe gearbeitet.

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Im Tom-Mutters-Haus der Lebenshilfe hatte der Pfleger bis zum Bekanntwerden der Vorwürfe gearbeitet. Foto: Fischer

Hattingen.   Am zweiten Verhandlungstag vor dem Landgericht akzeptierte der Pfleger seine Bewährungsstrafe. Er hatte behinderte Frauen begrapscht.

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Es bleibt beim Urteil des Hattinger Amtsgerichts: Zehn Monate Haft ausgesetzt zur Bewährung für den Pfleger, der behinderten Frauen an die Brust gefasst hat.

Der 49-Jährige hatte gegen das Hattinger Urteil vom April dieses Jahres Berufung eingelegt. Er zog vor das Essener Landgericht. Doch am Mittwoch, dem zweiten Verhandlungstag, gab es einen kurzen Prozess: Im allseitigen Einvernehmen nahm der Pfleger die Berufung zurück. Das heißt, er hatte die Hoffnung auf Erfolg aufgegeben. Das Urteil wird rechtskräftig.

Wie die WAZ berichtete ging es im Prozess um den Anklagevorwurf der sexuellen Belästigung Schutzbefohlener. Es waren Opfer, die sich wegen ihrer schweren Behinderung nicht gegen derartige Grapsch-Übergriffe wehren können. Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe stets. Es gab aber drei Augenzeugen, die sich beim Geschäftsführer der Lebenshilfe gemeldet hatten, Kolleginnen aus dem Tom-Mutters-Haus, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. „Mobbing“ nannte das der examinierte Pfleger.

Noch bevor es zur Anklage kam, war der Mann fristlos entlassen worden.

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