Weihnachtskonzert

Gospel verzaubert in der Hattinger St.-Georgs-Kirche

David Thomas leitete das Weihnachtskonzert der Happy Singers unter dem Motto „O come, all ye faithful“.

David Thomas leitete das Weihnachtskonzert der Happy Singers unter dem Motto „O come, all ye faithful“.

Foto: Manfred Sander

Hattingen.  550 Besucher lassen sich in der evangelischen Kirche vom Weihnachtskonzert der Gospel Singers mitreißen. Am Ende gibt es viel Applaus.

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„Oh come, all ye faithful“ war das Motto des Weihnachtskonzerts der Happy Singers am Freitagabend. Unter Leitung von David Thomas sang der Chor gemeinsam mit den Solisten Lisamay Lesch und Sergio Lisboa in der St. Georgs-Kirche, für die Instrumentalbegleitung sorgten Gitarrist Joel Thomas, Keyboarder Sven Kersten, Schlagzeuger Hendrik Lensing und Hanna von Tottleben am Bass.

Die Welt der Spirituals und Gospels wird an diesem Abend in St. Georg vor fast 550 Besuchern wieder lebendig und erinnert an die besondere Atmosphäre der Gospelgottesdienste. Neben Klassikern wie „Go tell it on the mountain“, „Angels we have heard on high“ und „Silent night“ stehen auch gesungene Gebete auf dem Programm wie das „Amen“ von Lisamey Lesch.

Inbrunst, Kraft, Glaubenszuversicht

In „Mary did you know“ fesselt Sergio Lisboas leiser, dann zu der dezent-verhaltenen Begleitung am Keyboard klangvoll aufblühender Bariton. In seiner zunächst sehr zurückhaltenden und gerade dadurch so ausdrucksstarken Erzählung setzt das Schlagzeug subtile Akzente.

Mit einem wundervoll ausgewogenen Klangbild begeistern die Happy Singers in dem Song „Glory to you in the hightest“. Mit sehr präzisem Sprechgesang und schöner Einstimmigkeit singt der Chor hier von der bevorstehenden Ankunft des Friedensfürsten, dann blühen die Stimmen immer mehr auf, auch das Schlagzeug wird schneller und intensiver. Ein fast magischer Sog entsteht so in einem sich immer mehr verdichtenden, atmosphärischen Klangbild – voller Inbrunst, Kraft und Glaubenszuversicht.

Zauberhafte Stimmung

Immer wieder fällt an diesen stimmungsvollen Songs der Wechsel zwischen Vorsänger und Chor auf, ein charakteristisches Merkmal der Gospelgottesdienste. In „Help from Heaven“ entspinnt sich ein Dialog zwischen Lisamey Lesch und Sergio Lisboa, bei dem vor allem Leschs Stimme immer souliger aufblüht, während der Chor mit lautmalerischen Vokalisen einfällt und so eine zauberhafte Stimmung heraufbeschwört.

Auch die Kraft, die aus jeder Note von Lisamey Leschs „What a beautiful name“ klingt, reißt die Zuhörer mit und berührt zutiefst. Im Wechselspiel mit dem Chor, der den Refrain einwirft, entsteht ein machtvoll flutendes Bekenntnis. Mit der Zugabe „O come, all ye faithful“ bedankten sich die Künstler und die Sprecher Dorothea Ehrle, Martin Venn und Moderatorin Petra Block für die Standing ovations.

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