Wetter

Gäste genießen die sonnige Hattinger Altstadt

So schmeckt der Sommer: Bei frühlingshaften Temperaturen lassen es sich Ursula und Heinrich Breuer am Samstag auf dem Kirchplatz gutgehen. Roberta Gubello wünscht guten Appetit.

So schmeckt der Sommer: Bei frühlingshaften Temperaturen lassen es sich Ursula und Heinrich Breuer am Samstag auf dem Kirchplatz gutgehen. Roberta Gubello wünscht guten Appetit.

Foto: Fischer

Hattingen.  Bei frühlingshaftem Wetter sind am Samstag alle Stühle draußen besetzt. Besucher aus der nahen und fernen Umgebung schwärmen von Hattingen.

Karin und Jürgen Geisler lehnen sich am Samstag auf der Bank am Obermarkt gemütlich gegen die Rücklehne, richten das Gesicht zur Sonne, schließen genüsslich die Augen. „Herrlich, oder“, fragt die Mülheimerin. „Ich befürchte nur, der Frühling ist noch nicht endgültig da, das wird nicht so bleiben“, bemerkt Jürgen Geisler. „Deshalb müssen wir jeden Sonnenstrahl genießen“, sagt Ehefrau Karin und reckt ihr Gesicht noch ein bisschen höher Richtung Sonne. So wie den beiden ging es am Samstag vielen, die in der Innenstadt unterwegs waren. Wo die Sonne sich ungehindert breitmachte, tummelten sich die Menschen. Kaum ein Stuhl oder Tisch vor den Cafés und Restaurants, der nicht besetzt war.

„Wir haben hier den besten Platz an der Sonne überhaupt“, erklärt Ursula Breuer aus Mettmann, auf dem Kirchplatz sitzend. Die wärmende Sonne im Rücken, entledigt sie sich schnell ihrer dicken Winterjacke. „Man könnte meinen, es ist Sommer.“ Gemeinsam mit Ehemann Heinrich ist sie zum ersten Mal in Hattingen zu Besuch. „Ein Freund aus Norwegen hat uns Hattingen empfohlen“, erläutert Heinrich Breuer. Aus Norwegen? Ein Bekannter aus der Jugendzeit, der nun nahe Oslo wohne. „Und zeitweise auch in Marbella.“

In Mettmann ist nichts mehr los

In der südspanischen Stadt hatten die Breuers ihn Anfang Januar besucht und Sonne, Meer und Wärme genossen. „Ich sagte ihm, in Mettmann sei nichts mehr los, da gab er uns den Tipp, uns einmal Hattingen anzuschauen, das sei so schön“, erzählt Heinrich Breuer. „Es ist auf den ersten Eindruck wirklich wunderbar. Man braucht nicht weit weg zu fahren, um etwas Tolles zu sehen“, urteilt er. „Und der Platz hier in der Sonne ist perfekt“, wird Ursula Breuer nicht müde zu betonen. „So herrlich warm. Im Schatten ist es allerdings recht kühl, für Frühlingsklamotten ist es noch zu früh. Aber man kann ja problemlos ein dünnes Shirt unter einer dicken Jacke verstecken und die in der Sonne ausziehen, wenn es zu warm wird“, rät sie.

So halten es auch die beiden Wuppertaler Anna und Franz Krei, die zwar am Untermarkt draußen kein sonniges Plätzchen erwischt haben, sich die Gelegenheit aber trotzdem nicht entgehen lassen wollen, endlich mal wieder an der frischen Luft statt im Heizungsmief zu sitzen. „Ich würde jetzt schon Frühlingsklamotten kaufen gehen, wenn ich nicht so viel davon im Kleiderschrank hätte“, bemerkt die Wuppertalerin augenzwinkernd.

Mit kurzer Bundhose

Auf die Jacke wollte ein Passant kurz darauf am Obermarkt auch nicht verzichten. Die kurze Hose ließ dagegen schon die Unterschenkel sommerlich frei – auch wenn die ob der Wintermonate noch recht käsig weiß wirkten. Mit einer kurzen Bundhose kleidete sich auch die 79-jährige Marianne Nussbaum. Selbst wenn ihre Beine neben der Wanderhose noch von dicken Wollstrümpfen bedeckt waren. „Ich bin mit einer Freundin von Haßlinghausen aus die Trasse entlang hier zur Innenstadt gewandert“, erklärt sie ihr sportliches Outfit. Jetzt gibt es eine kurze Capuccino-Pause im Café – draußen natürlich.

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