Feuerwehr

Fusionen sollen die Hattinger Feuerwehr effizienter machen

Die Löschzugführer Thorsten Kriwett (l.) aus Bredenscheid und Michael Melneczuk aus Oberstüter bauen Brücken. Ihre Löschzüge haben kürzlich fusioniert – zum Löschzug Oberbredenscheid.

Die Löschzugführer Thorsten Kriwett (l.) aus Bredenscheid und Michael Melneczuk aus Oberstüter bauen Brücken. Ihre Löschzüge haben kürzlich fusioniert – zum Löschzug Oberbredenscheid.

Foto: Fischer

Hattingen.   Aus acht Hattinger Löschzügen werden fünf. Bredenscheid und Oberstüter arbeiten schon zusammen. Welper, Blankenstein und Holthausen werden folgen

Die Hattinger Feuerwehr fusioniert – mit sich selbst. Aus acht Löschzügen werden bis 2021 fünf. Das Ziel: Die Effizienz der freiwilligen Einheiten zu verbessern. Ein erster Schritt dahin ist bereits getan: Aus den Löschzügen Oberstüter und Bredenscheid wurde zu Beginn des Jahres Oberbredenscheid. Auch Welper, Blankenstein und Holthausen sollen zusammenwachsen.

Am Beispiel der Hügelländer Löschzüge lässt sich die Idee hinter der Fusion besonders gut nachvollziehen. Von den zehn Mitgliedern des Löschzuges Oberstüter waren zuletzt nur zwei aktiv im Einsatz. Die vorgeschriebene Gruppenstärke liegt bei neun. Gemeinsam mit Bredenscheid kommt der neue Löschzug auf 36 Mitglieder.

Gemeinsame Übungen und Alarmierung

Ganz praktisch bedeutet die Fusion, dass beide Gruppen Übungen zusammen durchführen und auch gemeinsam alarmiert werden. Noch sind sie aber in zwei getrennten Gerätehäusern stationiert. Nach 2021 soll ein gemeinsamer neuer Standort gesucht werden.

Räumlich werden bis dahin auch die Löschzüge Welper, Blankenstein und Holthausen zusammenrücken. Sie bilden den Löschzug Nord. Im Zuge der Umsetzung des Brand­schutzbedarfsplans, der auf zehn Jahre angelegt ist, wird dafür eine neue Wache gebaut. „Mein Wunsch ist, dass das in der ersten Hälfte der Zeitschiene passiert“, betont Feuerwehrchef Tomás Stanke. Entscheiden muss aber die Politik.

Neue Wache an Blankensteiner Straße oder Ludwigstal

Ein Ort für die neue Wache steht nicht fest. Betrachtet man die Erreichbarkeit der Einsatzbereiche – in acht Minuten sollten erste Retter vor Ort sein – kommen Standorte an der Blankensteiner Straße oder im Ludwigstal in Betracht.

Die personelle Fusion der Löschzüge ist der erste Schritt für die Umsetzung des Brandschutzbedarfsplans. So soll sichergestellt werden, dass fünf Minuten nach dem ersten, zehn Mann starken Trupp, der tagsüber meist von hauptamtlichen Kräften, nachts gemeinsam mit Freiwilligen besetzt wird, die zweite Welle mit sechs Freiwilligen am Einsatzort ist. „In der Wache Nord werden dann 70 Kräfte alarmiert“, rechnet Stanke. Damit wäre die Wahrscheinlichkeit, dass genügend Feuerwehrleute kommen, viel höher, als bei einem kleinen Löschzug.

Sanierung alter Gerätehäuser nötig

Aber auch baulich muss einiges passieren. Immerhin wurde lediglich das Gerätehaus in Elfringhausen als solches gebaut (von der neuen Wache in Mitte abgesehen). In Elfringhausen muss aber, wie auch in Niederwenigern, saniert werden – vor allem im Sanitär- und Aufenthaltsbereich. „Bisher müssen sich die Leute in der Halle umziehen. Das wird sich ändern“, betont Stanke. Zudem muss an der Felderbachstraße eine Halle für den Schlauchwagen gebaut werden, der hier stationiert wird. Geplant sind die Sanierungen für 2018/19.

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