Am Ende der Woche

Für ein besseres Klima im Alltag dieser Gesellschaft

Michael Brandhoff, Redakteur der WAZ Hattingen

Michael Brandhoff, Redakteur der WAZ Hattingen

Foto: Fischer / WAZ

Hattingen.  In Hattingen hat es in dieser Woche mehrere Fälle gegeben, die das Miteinander in Frage stellen. Ein Kommentar für mehr Toleranz im Alltag.

Womöglich durch Nachlässigkeit gerät ein Waldstück wie schon im vergangenen Jahr in Brand; womöglich durch Vorsatz werden die Reifen eines Einsatz­wagens des Tier-Notrufs zerstochen; auf jeden Fall durch Vorsatz wird immer wieder Müll einfach in die Gegend gestellt oder geworfen – auf den Gehweg, in Vorgärten, einfach irgendwo in den Wald. Was ist eigentlich passiert, dass es immer mehr Bürgerinnen und Bürgern schnurzpiepegal ist, was um sie herum passiert; dass bisweilen sogar mutwillig gehandelt wird?

Zwischen Rechtssicherheit und Zwischenmenschlichkeit

Wo ist das Miteinander? WAZ-Leser Kurt Hotop ist ein Bürger, dem genau dies noch am Herzen liegt. Er hebt Straßenmüll auf und will ihn entsorgen – und wird dafür angepampt, was er da mache und dass das so nicht erlaubt sei, das haben wir berichtet. Nun ist es rechtlich sicher richtig, dass nicht einfach alles in Nachbars Tonne gepackt werden darf, zwischenmenschlich passt es aber wieder ins erste Bild. Denn er hat ja nicht säckeweise Müll entsorgt, sondern hier und da ein Einzelteil vom Straßenrand.

Auch mal ein bisschen zur Seite schauen

Kurt Hotop wirbt für mehr Toleranz. Ich auch. Denn wenn man nur mal ein bisschen zur Seite und nicht nur auf sich selbst schaut, wird doch gleich das Klima ein bisschen besser – das gesellschaftliche wie wohl auch das globale.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben