Musik

Für diese Musik stehen die jungen Musiker der Band A.T.M.E

Die Nachwuchsband A.T.M.E aus Hattingen-Niederwenigern arbeitet in ihrem Proberaum auch an eigenen Liedern. Bassist Lars Henninger komplettiert normalerweise das Quintett. Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Die Nachwuchsband A.T.M.E aus Hattingen-Niederwenigern arbeitet in ihrem Proberaum auch an eigenen Liedern. Bassist Lars Henninger komplettiert normalerweise das Quintett. Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Die Band A.T.M.E aus Hattingen-Niederwenigern spielt eigene Stücke und Cover. Für die Songs einer Sängerin können sie sich aber nicht begeistern.

„Wir sind bis auf Helene Fischer für alles offen“, antwortet Schlagzeuger Felix Hellrung mit einem Schmunzeln auf die Frage, wie das musikalische Repertoire der Band A.T.M.E aussieht. Die fünf Nachwuchsmusiker Tristan (19) und Felix Hellrung (14), Joel (17) und Lars Henninger (21) sowie Marvin Kowallik (17) spielen jedoch hauptsächlich Rock oder Punkrock-Lieder. Wie zum Beispiel „Westerland“ von den Ärzten, „Highway to hell“ von AC/DC oder „Seven-Nation-Army“ von The White Stripes. Das seien Songs, die immer gut ankommen, meinen die Bandmitglieder unisono.

Wie aus einem Schriftzug auf einem T-Shirt der Bandname A.T.M.E entstand

Im Dezember 2017 haben sich die fünf offiziell als Gruppe zusammengeschlossen. „Vorher waren wir bei den Pfadfindern Niederwenigern quasi die Lager-Band“, erklärt Felix Hellrung. Irgendwann sei dem Quintett, das sich bereits seit der Kindheit kennt, die Idee gekommen, eine Band zu gründen und sich privat zum Musizieren zu treffen, erzählt Gitarrist Marvin Kowallik.

Auf den Band-Namen kamen die Nachwuchsmusiker durch den Aufdruck auf einem T-Shirt von Marvin. „Ich atme, produktiver wird es heute nicht“, war darauf zu lesen. „Marvin hatte darüber eine Jacke an. Man hat also nur das Wort „atme“ gesehen. Der Pfadfinderleiter hat damit dann den ganzen Tag Witze gemacht und wir dachten uns, dass das ein guter Name wäre“, berichtet Tristan Hellrung.

Auftritt vor 500 Menschen bei der 72-Stunden-Aktion in Essen

Einmal pro Woche trifft sich die Gruppe zum Proben. Wenn Auftritte anstehen, kommen sie auch öfter zusammen. Dann verbringen die fünf auch mal einen ganzen Samstag in ihrem Proberaum. So wie kürzlich vor dem Seifenkistenrennen in Niederwenigern, bei dem die Musiker zum zweiten Mal nach 2018 gespielt haben. Am Tag danach präsentierten sie ihr Können bei der Auftaktveranstaltung der 72-Stunden-Aktion im Bistum Essen.

Joel Henninger, der zweite Gitarrist der Band, schätzt, dass sie vor etwa 500 Menschen gespielt hätten. „Es macht nochmal mehr Spaß, wenn man sieht, dass die Zuhörer auch Spaß haben“, sagt er. Die Musikgruppe hat bislang auch drei Stücke selbst komponiert. „Wir werden uns bis zum Jahresende die Zeit für weitere eigene Stücke nehmen, um ein bisschen von den Covern wegzukommen“, verrät Marwin Kowallik.

Die Einnahmen aus den Auftritten fließen in die Technik

Auch ihre Außendarstellung will die Band Schritt für Schritt verbessern. Nach einem eigenen Banner mit Logo und einer Internetseite sei zudem geplant, einen Kanal auf der Videoplattform Youtube einzurichten, da die Auftritte bislang nur live vor Ort zu sehen sind.

Das Geld, das sie für ihre Darbietungen bekommen, werde für verschiedene Zwecke reinvestiert, betont Tristan Hellrung: „Wir haben damit zum Beispiel die Webseite anlegen lassen und uns ein Mischpult angeschafft.“

Sie hoffen alle, dass sie in der jetzigen Konstellation noch lange zusammenbleiben werden. Denn, so Tristan Hellrung: „Das gemeinsame Spielen ist für uns sehr wichtig und macht uns in gewisser Weise auch glücklich.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben