Weihnachtsmarkt

Freiwillige Feuerwehrfrau ist in Hattingen die Eisprinzessin

Anna Freimuth ist in Hattingen Eisprinzessin auf dem Weihnachtsmarkt.

Anna Freimuth ist in Hattingen Eisprinzessin auf dem Weihnachtsmarkt.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Anna Freimuth aus Hattingen ist die erste Eisprinzessin. Warum die freiwillige Feuerwehrfrau das Amt auf dem Weihnachtsmarkt so gerne übernimmt.

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Als freiwillige Feuerwehrfrau kämpft sie in Hattingen gegen Feuer. Als operationstechnische Assistentin in der Ausbildung ist sie die Kühle im OP gewohnt: Anna Freimuth (19) ist für die Weihnachtsmarktzeit Eisprinzessin.

Und als solche hätte sie Modell stehen sollen für eine Eisskulptur. Doch dann ereignete sich in Luxemburg der Unfall: Eine Eisskulptur erschlug ein Kind. „Da hat Alfred Schulte-Stade aus Respekt vor der Familie und dem Opfer die Aktion gleich abgesagt. Das finde ich richtig“, sagt Anna Freimuth.

Anna Freimuth ist in Hattingen gerne Eisprinzessin auf dem Weihnachtsmarkt

Den Weihnachtsmarkt wird sie dennoch beleben. Am Sonntag, 1. Dezember, sitzt sie als Eisprinzessin mit Frau Holle in der Kutsche, wenn es hin zum Alten Rathaus geht. Anna Freimuth freut sich, dass sie ausgewählt wurde. „Wir hatten viele Bewerbungen, drei Bewerberinnen kamen in die engere Wahl. Ich freue mich, dass es Anna geworden ist, denn sie ist einfach die Eisprinzessin“, sagt Nicole Nitschke, die sich um die Eisprinzessin-Aktion kümmert – und Anna Freimuth das eisblaue Kleid auf den Leib geschneidert hat.

Das Kleid trägt die Eisprinzessin gern. Und lehnt es auch ab, bei der Kälte einen Mantel darüber zu tragen. „Dann sieht man ja nichts mehr von dem Kleid. Das schaffe ich schon. Ich bin ja Kälte gewohnt im OP“, sagt sie lachend. Allerdings hat sie sich dann doch Skiunterwäsche gekauft, damit es nicht ganz so frisch ist in dem Kleid.

Anna Freimuth ist bei der Freiwilligen Feuerwehr seit 2017 aktiv

Bei der Freiwilligen Feuerwehr im Löschzug Nord ist sie seit 2017 aktiv. „Ich hatte mal überlegt, ob das auch beruflich etwas für mich ist.“ In ihrer Freizeit ist sie viel mit der Brandschützern unterwegs. „Sie waren auch bei der Generalprobe am Singenden Weihnachtsbaum und alle haben ein Foto mit mir gemacht“, berichtet sie.

Mit einer Eisprinzessin könnten viele Kinder etwas anfangen – nicht zuletzt durch den Disney-Film „Die Eiskönigin“. Eine gute halbe Stunde braucht Anna Freimuth, um zur Eisprinzessin zu werden. Sie schminkt sich, zieht zum Schluss das Kleid an.

Eisprinzessin möchte Kindern die Weihnachtszeit näher bringen

„Ich möchte den Kindern die Weihnachtszeit näher bringen“, sagt die 19-Jährige, die die Erik-Nölting- Grundschule in Welper und dann das Gymnasium in Holthausen besuchte. Ihre Ausbildung – sie ist im zweiten Ausbildungsjahr – macht sie im Uni-Klinikum Essen.

In Kostüme schlüpft sie gerne, mag auch Karneval, fährt privat gerne Motorrad. Für Menschen engagiert sie sich mit Freude und aus Überzeugung – egal ob als Feuerwehrfrau, im Krankenhaus oder als Eisprinzessin. Denn sie erschreckt es, dass „viele unterwegs sind, die nur an sich denken und alles andere vernachlässigen“.

Anna Freimuths Lieblingsfigur ist Belle aus „Die Schöne und das Biest“

Ein Lachen möchte sie Menschen ins Gesicht zaubern, Augen zum Funkeln bringen. Und ein wenig ist sie dann auch wie ihre große Lieblingsfigur – nein, nicht die Eiskönigin, sondern Belle aus „Die Schöne und das Biest“. „Für ein Foto mit Belle habe ich im vergangenen Jahr im Euro-Disney drei Stunden angestanden. Aber es hat geklappt“, freut sich Anna Freimuth.

Auf dem Weihnachtsmarkt ist sie nun selbst begehrtes Fotomotiv. Nicht nur kleine Mädchen wollen sich mit der Eisprinzessin ablichten lassen. Auch Jungen kommen. Das erste Bild sei gleich mit zwei Jungen gewesen. „Und ältere Damen möchten sich auch mit mir fotografieren lassen.“

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