Kostenloses WLAN

Freifunk-Ausbau gerät in Hattingen ins Stocken

Seit etwa vier Jahren gibt es das Freifunk-Netz in Hattingen. Aktuell gibt es im Stadtgebiet noch 246 Knotenpunkte, über die das kostenlose Internet verbreitet wird. Genutzt wird es durchschnittlich von

Seit etwa vier Jahren gibt es das Freifunk-Netz in Hattingen. Aktuell gibt es im Stadtgebiet noch 246 Knotenpunkte, über die das kostenlose Internet verbreitet wird. Genutzt wird es durchschnittlich von

Foto: Nadia Al-Massalmeh

Hattingen.   Besonders in den Stadtteilen ist die Lage schwierig. Auch in der Innenstadt fehlt ein flächendeckendes WLAN. Die Freifunker suchen Unterstützer.

Der Freifunk-Ausbau im Land wird vorangetrieben und finanziell gefördert. Doch während 2018 der komplette Fördertopf des Landes ausgeschöpft wurde und auch Gelder davon in den Ennepe-Ruhr-Kreis flossen, ist die Entwicklung des kostenlosen Internets in Hattingen ins Stocken geraten.

1997 der 157.000 Euro, mit denen das Land NRW im vergangenen Jahr die Freifunk-Vereine unterstützt hat, sind im EN-Kreis gelandet. In Witten wurden damit Richtfunk-Antennen finanziert, die das WLAN-Netz auch über Distanzen aufrecht erhalten können. Auch für Hattingen wäre solche Antennen interessant, sagt Marcus Benthaus vom Freifunkverein. So habe er vorgeschlagen, sie bei der Neugestaltung von Park Diepenbeck in Welper in den Laternen zu integrieren. „Leider habe ich dazu von der Stadt nichts mehr gehört.“

Neuer Vorstoß geplant

Überhaupt sei der Ausbau des kostenlosen Internets in Hattingen kein einfaches Pflaster. „Vor allem in den Stadtteilen ist es schwierig“, sagt Benthaus. In der Innenstadt ist das Netz noch am dichtesten. Allerdings haben die Freifunker auch hier Mitstreiter verloren und nur wenig neue gewonnen. Für ein flächendeckendes WLAN fehlen auch hier Engagierte.

Häufig sind die Menschen verunsichert – auch, was die Sicherheit ihrer Daten angeht. Aber wer seinen Internetanschluss für den Freifunk zur Verfügung stellt, muss keine Bedenken haben. „Der Freifunk funktioniert völlig vom Heimnetzwerk getrennt“, betont Benthaus. Auch müssen Anschlussinhaber nicht mehr dafür haften, was andere über ihr Netz laden.

Kirche als Hotspot

Benthaus will in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing noch einmal einen Vorstoß wagen, um für die Idee des Freifunk zu werben. Sein Ziel ist es, zum Beispiel am Busbahnhof ein gutes Netz schaffen. Gespräche mit dem Reschop Carré habe es einmal gegeben. „Die sind aber wieder eingeschlafen.“ Ebenso die Idee, St. Georg zum Hotspot zu machen.

Um Landesförderungen, die 2019 sogar verdoppelt wurden, will sich der Freifunk-Verein wieder bewerben. Für Kleinstfördersummen sei der bürokratische Aufwand mit Projektantrag, Konzept und Begründung jedoch hoch, erklärt Jonas Plitt, zweiter Vorsitzender des Vereins Freifunk im EN-Kreis. „Vieles ist möglich, aber es muss sich immer jemand kümmern“, sagt er.

Aus Beiträgen und Spenden finanziert

Die meisten Projekte wurden bisher aus Beiträgen der etwa 40 Mitglieder und Spenden finanziert. „Wir haben zum Beispiel Interesse von Schaustellern, die sich flächendeckendes WLAN wünschen, aber kosten darf es nichts“, so Plitt.

In Hattingen sucht Marcus Benthaus Mitstreiter, die helfen, das Netz auszubauen oder im Verein Ideen einbringen möchten.

>>> Kontakt zum Freifunk und Treffen

Wer Interesse hat, sich am Freifunk zu beteiligen, erhält Informationen und Hilfen beim Verein Freifunk im EN-Kreis e.V. Erreichbar ist der für Hattingen unter 02324/ 5692868 oder kontakt@freifunk-hattingen.de.

Zum nächsten Treffen sind Interessenten eingeladen: Am Sonntag, 17. Februar, um 16 Uhr in „Richie’s Diner“ an der Kleinen Weilstraße 16.

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