Bürgermeister-Wahl

Frank Staacken will Bürgermeister in Hattingen werden

Bürgermeister-Kandidat für Hattingen: Der gerade gewählte Frank Staacken bekommt einen Blumenstrauß vom Vorstand Barbara Holzapfel und Oliver Degner. Zudem auf dem Bild (v.li.) Manuela Greif, Nils Kriegeskorte, Svenja Hense und Jan Fierke.

Bürgermeister-Kandidat für Hattingen: Der gerade gewählte Frank Staacken bekommt einen Blumenstrauß vom Vorstand Barbara Holzapfel und Oliver Degner. Zudem auf dem Bild (v.li.) Manuela Greif, Nils Kriegeskorte, Svenja Hense und Jan Fierke.

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Der Ortsverein Hattingen der Grünen hat zum ersten Mal einen eigenen Kandidaten für das Bürgermeister-Amt gewählt. Die SPD will bald nachziehen.

Bündnis 90/Die Grünen gehen in Hattingen zum ersten Mal mit einem eigenen Kandidaten fürs Bürgermeister-Amt in den Kommunalwahlkampf 2020: Fraktionschef Frank Staacken (63) wurde am Donnerstagabend von den Mitgliedern des Ortsvereins gewählt.

„Wir wollen einen Schritt in die Zukunft der Stadt Hattingen tun“, sagt der Welperaner bei seiner Vorstellungsrede. „Es gibt die berech­tigte Erwartung der Wählerinnen und Wähler, bei der Bürgermeister-Wahl eine Möglichkeit zu haben, bei der die grüne Partei dahintersteht.“ Und: „Wir treten an, um die Wahl zu gewinnen. Wir wollen das schaffen.“

Frank Staacken zog 1984 erstmals in den Hattinger Stadtrat ein

Frank Staacken ist verheiratet und hat eine Tochter. Der Rechtsanwalt ist seit Jahren Fraktionsvorsitzender der Grünen im Hattinger Stadtrat. Er war schon 1984 dabei, als seine Partei erstmals den Sprung ins kommunale Parlament schaffte. 20 Jahre als Listenverbindung mit der Freien Wähler-Initiative (FWI) hat er mitgemacht, seit 2014 treten Bündnis 90/Die Grünen nun wieder alleine an.

Staacken ist Vorsitzender im Sozial- und Gesundheitsausschuss sowie stellvertretender Vorsitzender des Integrationsrats. Für die Integration von Ausländern hat er sich schon immer eingesetzt, engagierte sich im Verein zur Förderung der Ausländerarbeit (VFA) und im Haus Burgeck. Nach dessen Abriss setzte er sich gemeinsam mit seiner Partei und anderen Mitstreitern für ein Bürgerzentrum ein, das letztlich dann am Holschentor entstanden ist. Hier wurde er am Donnerstagabend gewählt.

Warum ich, fragt Frank Staacken in die Runde von Grünen-Mitgliedern und -Sympathisanten. „Es passt für mich. Ich habe Lebenserfahrung und kenne kommunale Verwaltungspraxis. Ich habe vor, meine anwaltliche Tätigkeit auslaufen zu lassen, insofern stellt sich die Frage: Entweder in Rente gehen oder noch einmal fünf Jahre kräftige Arbeit?“

Antwort: Er will anpacken!

Das Wahlprogramm wird in den nächsten Monaten erarbeitet

Das Gemeindeamt in Welper will er für öffentliche Nutzung retten, bürgerfreundlichere Öffnungszeiten im Bürgerbüro einrichten, eine Verkehrspolitik machen, „die sich an den Schwächsten, als Fußgängern und Radfahrern, orientiert“.

Dies sind nur drei Punkte, ein richtiges Wahlprogramm will Frank Staacken in den nächsten Monaten erarbeiten und dann auch vorstellen.

Designierter Konkurrent wird Kämmerer Frank Mielke (SPD) sein

Ein designierter Konkurrent ums Bürgermeister-Amt wird Kämmerer Frank Mielke (56) sein. Der SPD-Vorstand hat ihn als Bewerber vorgestellt, zurzeit ist er in den Ortsvereinen der Sozialdemokraten unterwegs, um sich und seine Ideen vorzustellen. Mielkes Nominierung soll bei einem SPD-Parteitag am 22. November beschlossen werden.

Noch offen ist indes, ob der aktu­elle Bürgermeister Dirk Glaser (62, parteilos) wieder antritt. Bei seiner Wahl im Jahr 2015 wurde er von CDU, FDP und eben den Grünen unterstützt. Es gebe noch keine Entscheidung und keinen Zeitplan, sagte er im September der WAZ. Er lasse sich auch nicht hetzen.

Die FDP will zum Jahreswechsel Klarheit über einen eigenen Kandidaten haben, die CDU will bei ihrer Aufstellungsversammlung am 27. Januar entscheiden, mit welchem Personal sie bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 antritt.

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