LIONS CLUB

Feuerwehrchef Tomas Stanke führt den Lions Club Hattingen

Steht nun dem Lions Club Hattingen vor: Feuerwehrchef Tomas Stanke.

Steht nun dem Lions Club Hattingen vor: Feuerwehrchef Tomas Stanke.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Hattingen.  Der Leiter der Feuerwehr, Tomas Stanke, ist neuer Präsident des Lions Club Hattingen. Er hat sich das Motto „Sicherheit“ ausgewählt.

Der Leiter der Feuerwehr, Tomas Stanke, ist der neue Präsident des Hattinger Lions Clubs. Es werde schon gescherzt, dass er sich – als oberster Sicherheitsmann der Stadt – passenderweise das Coronajahr für seine Präsidentschaft ausgesucht habe, lacht er. Wobei Sicherheit in der Tat als Lions-Präsident sein Thema ist.

Ein Lions-Jahr lang geht es um das Thema Sicherheit

Jeder Chef der Lions wähle ja immer ein Motto, unter dem sein Jahr steht, so Stanke. „Lions international setzt sich ja zusammen aus L für Liberty, I für Intelligence, O für Our, N für Nation und S für Safety“, erläutert der 52-Jährige. Er selbst hat sich Gedanken gemacht über das Thema Sicherheit. Freiheit, Intelligenz und sozial gestaltete Sicherheit für die Gesellschaft werden ein Themenkomplex sein, der ihn und die anderen Lions-Mitglieder ein ganzes Jahr begleiten wird.

„Es geht eben um viel mehr als um die Eigenschaften, die man mit der Feuerwehr verbindet“, sagt Stanke. Es gehe um kultivierte Sicherheit, um Sicherheit im Bereich Kultur, Religion, Gesundheit und Ernährung. Nicht zuletzt zeige sich ja durch die Corona-Krise, wie groß auch in diesen Bereichen die Bedürfnisse nach Sicherheit reichten. Stanke möchte das Thema Sicherheit dabei mit vielen Facetten füllen.

Der neue Präsident will für Klarheit in den Köpfen sorgen

Ein Vortrag etwa wird sich dabei damit befassen, wie Sicherheit überhaupt definiert werden kann. Vielfach vermische sich bei dem Begriff ja sehr viel, sagt er. Die einen meinten eher die Gefahr, die anderen die Gefahrenquelle. Stanke möchte sein Präsidentenjahr bis zum Sommer 2021 nutzen, um für Klarheit in den Köpfen zu sorgen. „Geplant habe ich Exkursionen zur Feuerwehrleitstelle und zur Polizei, ich habe Fachleute für Vorträge eingeladen, um Landesstrukturen zu erklären.“ Spannend und für viele nicht zu durchschauen seien die Schnittstellen bei medizinischer Sicherheit zwischen Feuerwehr, Notfallversorgung und Krankenhaus.

Wenn bei einem Notfall etwa der Satz falle: „Der Notarzt war schon da“, dann liege häufig eine Verwechslung vor. „Damit ist fast immer der ärztliche Notdienste gemeint. Das kann aber ein Arzt sein, der in einem ganz anderen Fachbereich arbeitet. Der Notarzt kommt immer über die Telefonnummer 112“, sagt der Feuerwehrchef. Er möchte dazu beitragen, dass das gesamte System, das bei einem Notfall ineinandergreift, besser durchschaubar wird.

Auch ein Erste-Hilfe-Abend ist geplant

Auch einen Erste-Hilfe-Abend will er den Lions-Mitgliedern anbieten. „Ich möchte zumindest in zwei Stunden noch einmal auffrischen lassen, wie man in einem Notfall reagieren sollte. Denn bei vielen ist der Kursus ja ziemlich lange her.“

Ein ganz anderer Bereich der Lions betrifft das karitative Engagement. „Wir haben es uns ja zur Aufgabe gemacht, Organisationen zu helfen, die wichtige Arbeit leisten und dringend auf Gelder angewiesen sind.“ Natürlich müsse man hier aber auch immer auf die Gemeinnützigkeit achten, betont Stanke. „Deshalb werden öfter dieselben Gruppen unterstützt, wie beispielsweise das Kinderhospiz oder das Friedensdorf.“

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