NOSTALGIEZÜGE

Eine Lösung für die Nostalgiezüge durchs Ruhrtal gefunden

Auch 2018 fahren Nostalgiezüge durchs Ruhrtal. Stefan Tigges,

Foto: Ruhrtalbahn

Auch 2018 fahren Nostalgiezüge durchs Ruhrtal. Stefan Tigges,

Hattingen.   Museumszug und Ruhrtalbahn teilen sich die Fahrtage auf der Trasse ab der Saison 2018 auf. Beide Parteien betonen: Wir können mit dem Kompromiss gut leben.

Die Ruhrtahlbahn GmbH und das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen werden auch nach der Aufkündigung ihrer Partnerschaft zum Jahresende 2017 in der Saison 2018 ein umfangreiches Angebot an Nostalgiefahrten im Ruhrtal auf die Schiene bringen. Bei einem Termin in Essen mit dem Trassen-Eigner TER, einer RVR-Tochter, haben sich die bisherigen Partner auf einen Kompromiss verständigt.

Danach bekommt das Eisenbahnmuseum die Mehrzahl der klassischen (Dampf-)Fahrtage zugeteilt: die ersten Sonntage von April bis Oktober. An diesen will Museumsleiter Harald Reese zwischen dem Museum und Wengern-Ost historische Züge aus dem Museum pendeln lassen. „Das ist eine Lösung, mit der wir ganz gut leben können“, so Reese. Die Züge werden 2018 in der Regel von einer Diesellok gezogen, weil das eigene Dampfross, die P 8, erst mal durch den TÜV gebracht werden muss. Man werde sich aber bemühen, das ein oder andere Mal auch eine Dampflok anzumieten.

Museumseigener Schienenbus von 1936 soll bis Wengern-Ost rollen

Reese darf die Trasse zudem jetzt an einem Samstag im Monat nutzen. Er überlegt, dann den museumseigenen Schienenbus von 1936 bis Wengern-Ost rollen zu lassen.

„Das ist ein vernünftiger Kompromiss“, findet auch Stefan Tigges, dem das Touristikunternehmen Ruhrtalbahn GmbH künftig alleine gehört. „Jeder weiß jetzt verhältnismäßig klar, wer wann fährt.“

Die Einigung beim Trassenbetreiber sieht dabei vor, dass die Ruhrtalbahn GmbH die Strecke an den „weiteren“ klassischen Fahrtagen nutzen darf – also an den Feiertagen wie Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Tag der Einheit und Allerheiligen. Darüber hinaus bekommt sie Tigges an den zweiten, dritten und vierten Sonntagen im Monat zugewiesen. An diesen Tagen will er seinen Schienenbus, den „Teckel“, zwischen Witten Hbf. und Hattingen pendeln lassen – mit Viadukt-Überquerung in Witten und Richtungswechsel in Wengern-Ost. Am ersten und dritten Freitag sowie am zweiten und vierten Samstag im Monat soll der Bus zwischen ­Hattingen und Hagen pendeln.

Fahrten mit angemieteten Dampfzügen an drei bis vier ersten Sonntagen

Tigges wird zudem Fahrten mit angemieteten Dampfzügen an drei bis vier ersten Sonntagen anbieten: Diese fahren ab Hagen nördlich der Ruhr bis Witten Hbf. Dort wird die Lok umgespannt. Dann geht es über das Wittener Viadukt und auf der Südseite zurück nach Hagen.

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